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Cross-Border Culture Conferences

Innerhalb der Arbeitsgemeinschaft Europäischer Grenzregionen (AGEG) arbeiten sog. Task Forces an verschiedenen Themen, u.a. auch die Task Force Cross-Border Culture (T4CBC) am Thema der grenzüberschreitenden Kulturarbeit. Die T4CBC hat im Laufe der Jahre einige Konferenzen zum Thema organisiert. Zwei davon fanden 2017 und 2018 in der Euroregion Elbe/Labe statt. Sie waren ursprünglich als eine Veranstaltung geplant, dann aber aus verschiedenen Gründen aufgeteilt worden.

5. Cross-Border Culture Conference 2017

Die 5. Cross-Border Culture Conference fand am 7. November 2017 im Kraftwerk Mitte in Dresden statt. Sie wurde maßgeblich vom Sächsischen Landesverband der Kultur- und Kreativwirtschaft in enger Zusammenarbeit mit der AGEG und der Euroregion Elbe/Labe organisiert.

Die Tagung stellte die Kultur- und Kreativwirtschaft in der deutsch-tschechischen Grenzregion in den Fokus. Im Rahmen der Tagung wurden den AkteurInnen dieser Branche die spezifischen europäischen Netzwerke vorgestellt, die die internationale Zusammenarbeit unterstützen, sowie erfolgreiche Modellprojekte. Zudem wurde eine Vielzahl praktischer Fragen und Herausforderungen besprochen, die mit der Arbeit in anderen Ländern verbunden sind wie z.B. im Arbeitsrecht, Steuerrecht oder bei Gebührenfragen. Überdies bot die Konferenz internationale Kontakt- und Netzwerkmöglichkeiten. Letzteres ist einer der wichtigsten Aspekte solcher Konferenzen.

Insgesamt nahmen ca. 80 Gäste an der Tagung teil, vor allem aus dem Bereich Kulturmanagement und aus diversen kulturellen Institutionen. Diese kamen nicht nur aus der sächsisch-tschechischen Grenzregion, sondern aus etwa einem Dutzend europäischer Länder.

In Vorbereitung der Konferenz wurde ein Booklet erstellt, welches Informationen zu allen beteiligten und vorgestellten Institutionen und Projekten sowie den Vortragenden enthält. Ebenso ist darin ein Empfehlungspapier der T4CBC zur Erleichterung der grenzüberschreitenden Arbeit von Künstlerinnen und Künstlern in Europa abgedruckt. Sie können es hier in englischer Sprache herunterladen:

Booklet zur 5. Cross-Border Culture Conference (EN, pdf, 1.4 MB)

6. Cross-Border Culture Conference 2018

Kunst und Kultur haben die Kraft, Brücken über nationale Grenzen hinweg zu schlagen, und sind daher für alle Grenzregionen von besonderer Bedeutung. Doch in vielen Grenzregionen – weit entfernt von den geschäftigen Zentren, in dünn besiedelten ländlichen Gebieten, die von Auswanderung betroffen sind – fehlt es diesen Brücken oft an Fundament. Wie kann Kunst und Kultur dort gedeihen? Woher sollen kulturelle Angebote kommen? Wer sollte diese Angebote nutzen? Wie können kreative Menschen in diese Regionen gelockt werden?

Auf den ersten Blick haben diese Grenzregionen schlechte Voraussetzungen für ein lebendiges Kulturleben. Aber sie haben auch Potenzial: Gebäude mit viel Charakter, großzügig und preiswert, viel Platz, Naturnähe, gesunde Luft... Und vor allem: Sie sind Kontaktzonen zwischen mindestens zwei Kulturen. Doch wie können diese Chancen genutzt werden?

Dies war das Thema der 6. Cross-Border Culture Conference, die vom 25. bis 27. April 2018 in der Euroregion Elbe/Labe stattfand. Ziel war es, kulturelle Akteure und Multiplikatoren aus europäischen Grenzregionen zusammenzubringen, um Erfahrungen und Wissen über die Kultur im ländlichen Raum auszutauschen und aktive Netzwerke zu schaffen. Die Konferenz war wieder in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Landesverband der Kultur- und Kreativwirtschaft sowie der AGEG organisiert worden.

Die Konferenz lockte erneut ca. 75 Personen aus 11 verschiedenen europäischen Ländern in die Euroregion Elbe/Labe. Dabei wurden insbesondere Akteure aus mittel- und osteuropäischen Ländern eingeladen, um die Verknüpfungen zwischen West und Ost zu stärken.

Programm

Am Abend des 25. Aprils begann die Konferenz mit einem Treffen mit den Teilnehmern des EUROCITIES-Kulturforums, das zeitgleich in Dresden stattfand. Damit wurden Kontakte zwischen Akteuren des Kulturbereichs in ländlichen und in urbanen Räumen ermöglicht.

Der nächste Tag führte nach Řehlovice im tschechischen Teil der Euroregion. Das Kulturzentrum Řehlovice, das sich in einem alten, charmanten Bauernhaus befindet, ist ein perfektes Beispiel für die Nutzung ländlicher Gebäude für kulturelle Zwecke. In einer ersten Sitzung mit parallelen Workshops wurden die Möglichkeiten von Kultur im grenznahen ländlichen Raum mit Fokus auf Ressourcen und Potentiale diskutiert. Eine zweite Sitzung konzentrierte sich auf praxisrelevante Themen wie Finanzierung, Bürokratie und Publikumsentwicklung. Parallel zu diesen beiden Sitzungen wurden zwei Workshops zur konkreten Projektplanung durchgeführt. Dazwischen gab es viele Gelegenheiten zum Networking und Gedankenaustausch, wofür das Ambiente des Kulturzentrums Řehlovice einen kreativ anregenden Rahmen bot. Am Abend stand noch eine Besuch der nahegelegenen Stadt Děčín sowie ein Abendessen auf dem Kulturschiff Cargo Gallery statt.

Schließlich wurden am Freitag die Ergebnisse und Schlussfolgerungen der Workshops vorgestellt und diskutiert. Anschließend erläuterte die Stadt Dresden ihre Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas 2025, die auch einen starken Fokus auf die umliegende Region, darunter Tschechien, hatte.

Dokumentation herunterladen (EN, pdf, 3 MB)