The small project fund is implemented as a project within the framework of the INTERREG Saxony-Czech Republic program. The project number is 100686415. The total costs of the project, including administration and funding for small projects, amount to EUR 4,848,600.
Kirschenfest und Jahr der Versöhnung - ökumenische Begegnung an der Grenze
Projektnummer:
EEL-0666-CZ-25-02-2026
Lead Partner:
Grenzstein, z.s.
Božtěšická 278/21, 400 01 Ústí nad Labem
https://www.facebook.com/grenzstein.hranice
Project partner:
Evangelisches Pfarramt Dippoldiswalde, Kirchspiel Osterzgebirge, Kirchgemeinde Fürstenwalde-Fürstenau
Kirchpl. 1, 01744 Dippoldiswalde
www.kirche-altenberg.de
Period:
25.02.2026 - 31.07.2026
Funding:
3.850,00 € Euro
Inhalt
In Anknüpfung an die Tradition der grenzüberschreitenden Wallfahrten zwischen Vorderzinnwald / Přední Cinvald (CZ) und Fürstenau (DE), die Ende des 18. Jahrhunderts entstand und im Zweiten Weltkrieg unterging und die im Jahre 2023 unter dem Namen "Kirschefest" erneuert wurden, organisieren wir ein deutsch-tschechisches ökumenisches Treffen. Sein Ziel ist es, einen Beitrag zur deutsch-tschechischen Versöhnung im Anschluss an das "Jahr der Versöhnung" zu leisten, das vom Bischof von Litoměřice und jetzt neu ernannten Prager Erzbischof Stanislav Přibyl ausgerufen wurde. Die Veranstaltung beginnt nämlich in der zerstörten Siedlung Vorderzinnwald, deren deutschsprachige Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg zwangsweise umgesiedelt und die Siedlung dem Erdboden gleichgemacht wurde. Im Anschluss - nach der Wanderung / Busfahrt mit dem gemeinsamen Gesang - findet in der Fürstenauer Kirche eine deutsch-tschechische ökumenische Andacht mit Reden von Geistlichen und einer Debatte zum Thema "Jahr der Versöhnung" statt. Ein weiteres Ziel ist die Einrichtung eines grenzüberschreitenden Wanderwegs zwischen Vorderzinnwald und Fürstenau. Während der gemeinsamen Wanderung werden Möglichkeiten für eine spirituelle Interpretation diskutiert. Die Debatten und informellen Teile des Programms werden dazu beitragen, die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Menschen und die Identität mit der grenzüberschreitenden Region zu stärken. Das Projekt wird zu einer Stärkung der geistlichen Dimension der Landschaft und der geistlichen Verbindungen zwischen beiden Seiten der Grenze führen. Die Veranstaltung wird parallel im Rahmenprogramm des Stadtmuseums Pirna zur deutsch-tschechischen Ausstellung „Madonna auf Wanderschaft“ angekündigt, die am Tag der Veranstaltung endet. Die Teilnahme am Projekt unterliegt keinerlei Einschränkungen, auch nicht hinsichtlich der Religionszugehörigkeit.
Aktivitäten
Die Veranstaltung findet am Sonntag, dem 5. Juli 2026, nach folgendem Programm statt: 14:00 Uhr Abfahrt eines Teils der Teilnehmer mit dem Bus vom Museum in Pirna; 15:00 Uhr Treffen der Teilnehmer in Vorderzinnwald, Gedenkveranstaltung für die verschwundene Gemeinde und ihre ehemaligen Bewohner an den Grundmauern der zerstörten Kapelle, Vortrag über die Kirchengeschichte des Ortes; 16:00 Uhr: gemeinsame Fußwanderung über die Grenze nach Fürstenau (ca. 3 km) mit Prozessionsliedern und einer Diskussion über die geistliche Interpretation des Weges (alternativ Busfahrt für Senioren); ca. 17:30/18:00 deutsch-tschechische ökumenische Andacht zum Thema "Jahr der Versöhnung" (unter Beteiligung der Pfarrer Markus Schuffenhauer und Patrik Maturkanič). Der Tag endet mit einem informellen Beisammensein mit Erfrischungen und Kirschen. Voraussichtliches Ende der Veranstaltung: 20:00 Uhr. Zielgruppe sind sowohl katholische und evangelische Gläubige von beiden Seiten der Grenze als auch Konfessionslose sowie breitere Öffentlichkeit, die sich für das Thema interessieren.
Ergebnisse, Mehrwert, Nachhaltigkeit
Das Ergebnis des Projekts ist ein grenzüberschreitendes Treffen zum Thema „Jahr der Versöhnung“ als Teil der Bemühungen, sich mit der Vergangenheit und der Zwangsumsiedlung der deutschsprachigen Bevölkerung auseinanderzusetzen. Die Veranstaltung findet sowohl auf der tschechischen als auch auf der deutschen Seite der Grenze statt, mit einer symbolischen gemeinsamen Fußwanderung und einem deutsch-tschechischen ökumenischen Gottesdienst. Das Projekt wird zu einer Stärkung der geistlichen Dimension der Landschaft und der geistlichen Verbindungen zwischen beiden Seiten der Grenze führen. Es wird eine weitere Zusammenarbeit beider Partner im Anschluss an die bisherigen formellen und informellen gemeinsamen Aktivitäten zwischen Fürstenau und Vorderzinnwald erwartet.