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Das sind die besten Raststätten am Elberadweg – Prag hat neue Moldaubrücke nur für Trams – Neuer Lehrpfad in den Tyssaer Wänden – Universität in Ústí lockt mehr Studenten

24.04.2026

Das sind die besten Raststätten am Elberadweg

Der Elberadweg gehört zu den schönsten und beliebtesten Fernradwegen Europas. Das gilt auch für das kleine Stückchen, das er durch Tschechien führt, wobei die große Mehrheit nur den Elberadweg zwischen der deutsch-tschechischen Grenze und Mělník nutzt und dann an der Moldau weiter Richtung Prag abbiegt. Im Vergleich zu dem größeren Abschnitt in Deutschland hinkte der tschechische Teil hinsichtlich Service lange hinterher. Doch parallel zum Ausbau des Radwegs und seiner Ausstattung mit einer besseren Fahrbahn, Ausschilderung und Sicherung wuchs in den vergangenen zehn Jahren auch das Angebot an Raststellen für Radtouristen. Die Webseite „Elberadweg im Bezirk Ústí“ hat nun ihre Nutzer abstimmen lassen, welche für sie die besten Raststätten sind. Dabei geht es um den 96 Kilometer langen Abschnitt durch den Bezirk Ústí, also von der Staatsgrenze ungefähr bis auf Höhe der Kleinstadt Štětí (Wegstädtl).

Eine klassische Imbissbude, eine Eisdiele oder gleich ein Restaurant. Die Möglichkeiten, am Elberadweg einzukehren, sind groß. So auch in der Rangliste der TOP25. In der tauchen sogar gemütliche Cafés mit hochwertigen Kaffeekreationen bis hin zu Strandbars auf. Wer sich davon inspirieren lassen möchte, findet die TOP25 praktisch markiert beim Navigationsdienst mapy.cz.

Prag hat neue Moldaubrücke nur für Trams

Dvorecký-Brücke
Dvorecký-Brücke (© praha.eu)

Prag hat seit dem 18. April seine 21. Brücke über die Moldau. Sie ist insofern besonders, als dass sie nur für Straßenbahnen, Autobusse, Radfahrer und Fußgänger vorgesehen ist. Einzig der Rettungsdienst darf sie außerdem nutzen. Die neue Brücke mit dem Namen „Dvorecký most“ überspannt die Moldau im Süden der Stadt und verbindet die beiden Stadtteile Smíchov und Podolí.

Hintergrund für die Abwesenheit von Autos sind EU-Mittel, die die Hälfte der 2 Milliarden Kronen (83 Millionen Euro) teuren Brücke finanziert haben. Ohne Autos ist die Brücke zudem etwas schmaler, was schon mal den Preis gesenkt hat. Die Sperrung für den normalen Autoverkehr wird aber vor allem durch die innerstädtische Verkehrsführung begründet. Prag muss mit einem überbordenden Autoverkehr klar kommen. Ein Schritt soll sein, den öffentlichen Nahverkehr noch attraktiver zu machen. So erhalten die Tram-Linien 20 und 21 neue Linienführungen, wovon sich die Prager Verkehrsbetriebe eine große Nachfrage versprechen. Da zusätzlich einige weitere Linien neue Strecken bekommen, sind insgesamt neun Straßenbahnlinien betroffen.

Auch für Busse ergeben sich neue Linienführungen. Die Verkehrsbetriebe versprechen sich dadurch ein höheres Tempo und weniger Standzeiten in Staus.

Für Autofahrer ergibt sich zumindest die indirekte Entlastung dadurch, dass die Linienbusse von der sechsspurigen Barrandov-Brücke etwas weiter südlich verschwinden. „Autos über die neue Brücke zu führen, würde aufgrund der kleinen Parameter kaum Entlastung bringen und die Tempobeschleunigung bei Trams und vor allem Bussen verpuffen lassen“, wird in der Tageszeitung Hospodářské noviny der Verkehrsbürgermeister Jaromír Beránek zitiert. Während über die häufig von Staus betroffene Barrandov-Brücke täglich 140.000 Autos fahren, wäre auf der neuen Dvorecký-Brücke nur Platz für täglich 10.000 Autos.

Man wolle nun die Effekte zunächst prüfen. Die Stadt plant übrigens eine weitere reine Straßenbahnbrücke zwischen Karlín und Holešovice. Für den Autoverkehr erhofft man sich zudem Entlastung durch die Schließung des nördlichen Teils des Autobahnrings D0, zu der es 2033 kommen soll.

Neuer Lehrpfad in den Tyssaer Wänden

Einweihung des neuen Lehrpfads in den Tissaer Wänden
Einweihung des neuen Lehrpfads in den Tissaer Wänden (© Gemeinde Tisá)

Seit April dürfen jeden Tag nur noch maximal 2.000 Menschen die beliebte Felsenwelt der Tyssaer Wände (Tiské stěny) betreten. Wer sichergehen möchte, nutzt das Online-Reservierungssystem. Für den 1. Mai standen bei Erscheinen des Newsletters am 24. April zum Beispiel noch 1.973 Tickets zum Verkauf. Doch wenn alle Tickets verkauft sind, gibt es für den Tag keine Möglichkeit mehr, die Felsen zu betreten. Damit möchte die Gemeinde die Natur vor Überlastung schützen. Jährlich besuchen rund 100.000 Touristen die Wände, die meisten zwischen April und Juni, üblicherweise zwischen 10 und 13 Uhr. Gegen viele Touristen hat die Gemeinde nichts einzuwenden. Sie bringen Geld und wegen ihnen gibt es in Tisá gleich mehrere Gaststätten und zudem mehr Kultur als in anderen, ähnlich großen Dörfern. „Es wäre aber schön, wenn es uns gelingt, die Touristen besser über den Tag und übers Jahr zu verteilen“, wünscht sich Bürgermeister Jiří Turek.

Zu einem achtsameren Verhalten gegenüber der Natur soll auch der neue Lehrpfad beitragen, der am vergangenen Wochenende eröffnet wurde. Er führt einmal durch die ganzen Tissaer Wände und erklärt nicht nur Felsformationen, sondern auch die Tier- und Pflanzenwelt. Die alte Beschilderung und Lehrtafeln waren zudem schon in die Jahre gekommen.

Universität in Ústí lockt mehr Studenten

Über 9.000 Bewerbungen notierte die Universität Jan Evangelista Purkyně in Ústí nad Labem (Aussig), kurz UJEP, bis Anfang April. Das sind gleich 1.000 mehr als vor einem Jahr zum gleichen Zeitpunkt. Und es könnten noch mehr werden, denn die Sozioökonomische Fakultät, die Maschinenbaufakultät und die Umweltfakultät haben ihren Bewerbungsschluss erst Ende April. Das gilt auch für Bewerbungen für Promotionsstudien.

Die meisten Bewerber wurden traditionell in den Studiengängen Sonderpädagogik, Wirtschaft und Management sowie Grundschullehramt (1. Stufe) verzeichnet. Anhaltend hohes Interesse gibt es aber auch an einem Studium der Englischen Literatur und Sprache und der Physiotherapie. Die Universität bietet aber auch eine Reihe neuer Studiengänge wie Nachhaltigkeit erneuerbarer Rohstoffe (Bachelor) sowie Maschinenbautechnologie und Materialien und Steuerung und Effektivität im Gesundheitswesen. Beides sind Doktorstudiengänge, die auch auf Englisch absolviert werden können.

Die Universität verzeichnet – wenn auch auf niedrigem Niveau – ein gestiegenes Interesse aus dem Ausland mit insgesamt 374 Interessenten. Die meisten kommen aus der Ukraine und Kasachstan. Dahinter folgen die Slowakei, Russland und Pakistan.

Die Universität in Ústí wurde nach der samtenen Revolution gegründet. Sie ging aus einer pädagogischen Fachschule hervor. Die größte Fakultät ist daher auch die Pädagogische Fakultät. Es folgen die Fakultät für medizinische Studien sowie die Philosophische Fakultät und die Sozioökonomische Fakultät.

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