Euroregion Elbe/Labe

RICHARD WAGNER SPIELE 2018

Projektnummer:

EEL-0371-SN-23.02.2018

Lead Partner:

ProGraupa e.V.
Richard-Wagner-Straße 46, 01796 Pirna - Graupa
http://richard-wagner-spiele.de

Projektpartner:

Zámek Děčín
Dlouhá jízda 1254, 40501 Děčín 1
http://www.zamek-decin.info/

Zeitraum:

02.04.18 - 31.10.18

Fördermittel:

Euro

Inhalt

Mit fünf sehr erfolgreichen Spielzeiten ergänzen seit 2013 die Richard-Wagner-Spiele die Kulturlandschaft Sachsens nachhaltig. Als einziges künstlerisches Projekt in der Region, das sich explizit mit der Romantik beschäftigt, plant es im Sommer 2018 die nunmehr sechste Saison in Graupa mit der Uraufführung des Stückes „Wagners Welt: EXIL“ in spartenübergreifender deutsch-tschechischer Co-Produktion. Die deutsch-böhmische Grenzregion gilt als Brücke zwischen Ost- und Westeuropa und ist hier Veranstaltungsort für eine Annäherung an die wechselseitige musikalische Beeinflussung im gesamten Europa und die Tatsache, dass die Geschichte Europas ganz entscheidend eine Geschichte der Kunst und hier speziell der Musik als verbindendes Element ist. Verschiedene politische Ereignisse – von den Revolutionen bis zu den Karlsbader Be-schlüssen – haben Migrationsbewegungen bei Musikschaffenden ausgelöst. Ein Beispiel für einen fast unermüdlich Reisenden – aus politischen und privaten Gründen – ist Richard Wagner. Die Stückvorlage beleuchtet verschiedene Etappen von Paris, Luzern, München und seinen Alpenreisen. Thematisch umkreist das Bühnenstück eine Frage, die sich zur heutigen Zeit fast überall auf der Welt aufdrängt: Wie kann Kunst entstehen? Welche Produktionsbedingungen oder gar Hemmnisse braucht sie? Allgemeinverständlich wird der Genese von Wagners Werk, seinen Einflüssen und Wirkungen nachgespürt. In collagenhafter Montagedramaturgie treffen verschiedene Kunstgattungen wie Gesang, Schauspiel, Puppenspiel, Kunst-Installation und selbstverständlich Musik so aufeinander, dass völlig neue Sichtweisen die europaweite Beeinflussung von Musikstilen und die Entstehung von Wagners Musikdramen nachvollziehbar machen. Spielort der Open-Air-Produktion ist der Hof des Jagd-schlosses. Am 29./30.06 und am 06./07.07. 2018 finden um 20:00 Uhr die szenisch-musikalischen Aufführungen mit Schauspielern, Sängerin und Kammer-orchester statt. Für 2019/2020 sind weitere gemein-same Inszenierungen in Graupa und dann auch wieder in Děčín geplant.

Ergebnisse, Mehrwert, Nachhaltigkeit

Über die Vermittlung eines fundierten Einstiegs in die Geschichte und Gedankenwelt Sächsisch Böhmischer Romantik hinaus verfolgen die RICHARD WAGNER SPIELE das Ziel, eine breit geführte Auseinandersetzung über das gemeinsame künstlerisch-kulturelle Erbe auf beiden Seiten der Grenze anzuregen: Zuschauer ebenso wie Künstler und Musiker beider Länder können durch gemeinsame Veranstaltungen und Gesprächsforen eine erweiterte Sicht auf ihre Region gewinnen, die nicht allein für Richard Wagner bedeutsam war, sondern auch für zahlreiche weitere Künstler und Intellektuelle bis heute. Von allen Beteiligten wird darum eine feste Etablierung der RICHARD WAGNER SPIELE in der Kulturlandschaft Sachsens und Nordböhmens angestrebt. Die sich seit der Aufführung 2014 entwickelnden künstlerischen und zwischenmenschlichen Kontakte zwischen den deutschen und tschechischen Projektpartnern werden weiterhin gepflegt und ausgebaut. Daraus können sich weitere musikalische Pro-jekte entwickeln und sind zum Teil schon in Planung. In jedem Falle sind wir bestrebt, die RICHARD WAGNER SPIELE auch in den kommenden Jahren auf allen bereits bestehenden Ebenen deutsch-tschechischer Kooperation zu gewährleisten und diese noch zu erweitern: Weitere Gastspiele in Tschechien sind neben Erwägungen der Tourismus-Förderung vor allem über die stattfindende künstlerisch-kulturelle Verständigung für alle Beteiligten ein Gewinn und speziell für das tschechische Publikum etwas ganz Besonderes – bedingt zum einen durch den Charakter der Inszenierung selbst (Verknüpfung von Wagners Biografie mit live dargebotenen Hörbeispielen seiner Opern) und zum anderen durch die derzeit eher geringe Aufführungspraxis bzgl. Wagners Musik, von deren Steigerung und Intensivierung Künstler und Publikum gleichermaßen profitieren. Im Zuge ihrer Zusammenarbeit haben schlussendlich alle am Projekt Beteiligten die Möglich-keit, sich gegenseitig kennenzulernen, dauerhaft zu vernetzen und entstehende Synergien vielfältig kreativ und auf lange Sicht zu nutzen.

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