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Neuigkeiten
Sensation bei Kommunalwahl in Ústí
Die Partei ANO des tschechischen Premierministers Andrej Babiš hat bei den Kommunalwahlen am vergangenen Wochenende eine Niederlage einstecken müssen. In mehreren Großstädten verliert die Partei ihre Oberbürgermeister. Und dort, wo sie bisher nicht regiert, wie in der Hauptstadt Prag, bleibt sie weit hinter den Erwartungen zurück. Die schwerste Niederlage muss ANO allerdings in Ústí nad Labem (Aussig) einstecken. Dort siegte das Oppositionsbündnis Jedno Ústí (Ein Ústí) sensationell mit der absoluten Mehrheit der Stimmen. Daraus resultieren sagenhafte 22 Sitze im neuen Stadtparlament, drei mehr, als für die absolute Mehrheit nötig. Ústí nad Labem galt bisher für ANO als sichere Hochburg, wo sie über zwei Wahlperioden, also insgesamt acht Jahre, den Oberbürgermeister Petr Nedvědický gestellt hatte. Davor kam bereits 2014 der Oberbürgermeister von der ANO, und sie nahm auch in den Jahren bis 2018 entscheidenden Einfluss auf das Stadtgeschehen. Insofern endet eine gut 12-jährige ANO-Ära. Aber auch bei Parlamentswahlen und den Bezirkswahlen stand ANO in Ústí meist schon vorher als sicherer Sieger fest. Seit 2020 stellt ANO auch den Bezirkshauptmann.
Dass das Bündnis Jedno Ústí dennoch siegen könnte, war vielleicht eigentlich nur eine kleine Hoffnung der Opposition. Die Gewinn mit absoluter Mehrheit ist hingegen eine Sensation. ANO kommt zwar auf den zweiten Platz, allerdings mit nur sechs Mandaten. Jedno Ústí dürfte auch mehrere Stadtteilbürgermeister stellen. Als neuer Primator (Oberbürgermeister) steht der Spitzenkandidat Tomáš Vohryzka bereits fest. Der bisherige Chef der Stadtwerke hat sich zum fähigen Wahlkämpfer gemausert. Der eigentliche Sieger ist jedoch das komplette Bündnis. Ohne Einigung von so vielen Parteien auf eine Liste wäre die Opposition womöglich nicht erfolgreich gewesen. Die Liste vereint sowohl Piraten und Grüne, die relativ weit links stehen, über pragmatische Mitte-Parteien wie die Bürgermeisterpartei STAN oder das Bürgerforum Ústí bis zu liberal-bürgerlichen Parteien wie die Christdemokraten, TOP 09 oder die Neugründung Naše Česko (Unser Tschechien). Die meisten gewählten Vertreter von Jedno Ústí verfügen über langjährige Erfahrungen nicht nur in der Kommunalpolitik.
Doch nicht nur in Ústí verlor ANO die Stadtführung. Auch Děčín (Tetschen) wird künftig voraussichtlich kein Primator von ANO mehr regieren. Der bisherige Jiří Anděl konnte mit ANO zwar wieder die Wahlen gewinnen, errang allerdings nur 7 Mandate. Vier andere Listen unter Führung von Volba pro město (Wahl für die Stadt) schlossen sich nun zusammen und wollen eine Regierung ohne ANO stellen.
In anderen nordböhmischen Kommunen wurden die Bürgermeister mit überwältigender Mehrheit bestätigt. Das betrifft Gemeinden wie Česká Kamenice (Böhmisch Kamnitz), Krásná Lípa (Schönlinde), Dolní Poustevna (Niedereinsiedel), die schon länger stabil regiert werden. Weiter im Amt bleiben aber auch die noch relativ neuen Bürgermeister in Šluknov (Schluckenau), Varnsdorf (Warnsdorf), Krupka (Graupen) und Dubí (Eichwald). In Dubí gewann der noch junge Bürgermeister Jiří Kašpar mit einer überwältigenden Mehrheit von 13 der 17 Sitze. Der frühere langjährige Bürgermeister Petr Pípal kam mit seiner Liste nur auf 2 Sitze. In ganz Tschechien lag die Wahlbeteiligung bei 48 Prozent. In Teplice (Teplitz) kann und will das bisherige Bündnis aus ANO und Volba pro Teplice (Wahl für Teplitz) mit Oberbürgermeister Jiří Štábl seine Arbeit fortsetzen.
Neben den Kommunen wählten die Bürger auch ein Drittel der Sitze im Senat neu, dem Oberhaus des tschechischen Parlaments. Auch hier blieb ANO hinter den Erwartungen zurück. Zwar steht die Stichwahl in den meisten Wahlkreisen noch aus. Aber es ist absehbar, dass das momentane Kräfteverhältnis bestätigt wird. Die (Unterhaus-) Opposition hat also weiterhin das klare Übergewicht und wird voraussichtlich mit Miloš Vystřčil (ODS) weiter den Senatspräsidenten stellen. Damit kontrolliert sie das nach dem unabhängigen Staatspräsidenten zweithöchste Amt im Staat.
Traditionell sind diese Wahlen auch ein erster Stimmungstest für die Regierung nach fast einem Jahr Amtszeit. Nicht nur ANO bekam einen Dämpfer. Die kleineren zwei Regierungsparteien gingen im Senat ganz leer aus und kamen auch in den Kommunen nicht nennenswert zum Zuge.
Tschechiens höchste Bauwerke gesprengt
Mit 355 m Höhe waren sie die höchsten Bauwerke Tschechiens: zwei Sendemasten bei Liblice nahe Český Brod, rund 30 km östlich von Prag. Sie wurden gestern Vormittag gesprengt. Die Masten dienten als Mittelwellensender und waren 1976 in Betrieb genommen worden. Der Betreiber sah jedoch keine Möglichkeit, sie weiterhin wirtschaftlich zu betreiben. 2021 wurde der Sendebetrieb des öffentlichen Rundfunks eingestellt, und in den letzten Jahren nutzte sie nur noch zeitweise ein einzelner Privatsender.
Gegen den Abriss hatte es Widerstand gegeben. Dieser wurde damit begründet, dass es sich um Baudenkmale handeln würde. Bis zuletzt hatten Fans eine Rettung versucht, auch mit einer Eingabe ans Kulturministerium, allerdings vergeblich. Durch Sprengung einiger Spannseile wurden die Masten zum Einsturz gebracht. Dazu gibt es auch ein Video.
Das nun höchste Bauwerk Tschechiens ist ebenfalls ein Radiomast, in Krašov bei Plzeň (Pilsen). Er ist 347 m hoch und stammt auch aus den 1970ern.
Prebischtor durchleuchtet
Anfang Oktober haben tschechische Geologen gemeinsam mit der Nationalparkverwaltung Böhmische Schweiz und einer Privatfirma das Prebischtor untersucht. Sie nutzten dabei Radartechnik und seismische Untersuchungen, die praktisch einen Blick ins Innere der Felsen ermöglichen, vergleichbar mit Röntgen beim Arzt.
Ziel der Untersuchung ist es, die Standfestigkeit des Wahrzeichens der Böhmischen Schweiz zu beurteilen. Vor einigen Jahren waren Risse entdeckt worden, deren Veränderungen nun untersucht wurden. Die Auswertung der Daten wird nun etwa ein halbes Jahr in Anspruch nehmen.
Schuhproduktion von Baťa in Tschechien endet
Der Schuhhersteller Baťa mit Hauptsitz in Zlín war einmal eines der bedeutendsten Unternehmen der Tschechoslowakei. Die Geschwister Tomáš und später Jan Antonín Baťa führten die Firma zur Zeit der Ersten Republik zu Weltruhm. Sie führten viele neue Produktionsmethoden ein, revolutionierten die Schuhproduktion und prägten die Stadt Zlín mit ihren fortschrittlichen Ideen entscheidend (weshalb ein Besuch sehr lohnenswert ist).
In der Zeit der Protektorats flüchtete Jan Antonín Baťa nach Südamerika und gründete dort mehrere Städte. Nach dem Krieg wurde der Konzern verstaatlicht. Zwei Söhne von Tomáš Baťa gründeten während des Zweiten Weltkriegs eine neue Firma unter ihrem Namen in Kanada und stritten sich dann mit Jan Antonín Baťa jahrelang um die Namensrechte. Nach der Samtenen Revolution erhielten sie das Unternehmen nicht zurück, kauften aber Teile davon.
Es gab und gibt weiterhin viele Schuhhäuser unter dem Namen Baťa, oft an sehr prominenten Orten, z.B. in Liberec oder in Prag am unteren Ende des Wenzelsplatzs. Die Produktion der Schuhe erfolgte allerdings meistens in Niedriglohnländern in Asien und Afrika. Nur eine Produktionsstätte in Dolní Němčí, südlich von Zlín, wurde weiter betrieben.
Nun gab das Unternehmen bekannt, diese Produktion zu schließen, wovon rund 100 Mitarbeitende betroffen sein werden. Damit geht ein wichtiges Kapitel der Industriegeschichte Tschechiens zu Ende.
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Tschechien feiert Václav Havel
Am Montag, dem 5. Oktober, wäre Václav Havel 90 Jahre alt geworden. Im ganzen Land wurde an den Schriftsteller, Dissident und Staatspräsident erinnert. Ústí nad Labem (Aussig) feierte Havel gleich mit einem ganzen Festival 15 Tage lang mit Konzerten, Theaterstücken, Ausstellungen und auch einer Wanderung entlang von Häusern im Böhmischen Mittelgebirge, die vor 1989 von Oppositionellen bewohnt wurden und deshalb unter besonderer Beobachtung der Staatssicherheit standen. Das Festival wurde von mehreren Institutionen organisiert.
Auch in Dresden wird an Václav Havel erinnert. Die Galerie nEUROPA auf der Bautzner Straße zeigt Fotos des Fotografen Bohdan Holomíček, einem engen Wegbegleiter Havels. Holomíčeks Fotos zeigen Havel denn vor allem als Menschen – im Alltag, im Kreis der Familie oder auf Reisen. Holomíček tritt selbst zum Abschluss der Ausstellung am 13. November im Rahmen der Tschechisch-Deutschen Kulturtage auf.
Václav Havel wurde am 5. Oktober 1936 in Prag geboren und starb am 18. Dezember 2011 auf seinem Wochenendhaus im Dorf Hrádeček bei Trutnov (Trautenau). Von 1989 bis 1992 war er Präsident der Tschechoslowakei und von 1993 bis 2003 Präsident der Tschechischen Republik.
Kommunalwahlen in Tschechien
Heute um 14 Uhr öffneten in Tschechien die Wahllokale. Bis zum morgigen Samstag, 14 Uhr, sind alle Wahlberechtigten aufgerufen, ihre Kommunalparlamente neu zu wählen. Außerdem wird ein Drittel der Sitze im Senat, dem Oberhaus des tschechischen Landesparlaments, neu besetzt.
In Tschechien werden die Parlamente in den Städten und Gemeinden für vier Jahre gewählt. Oberbürgermeister und Bürgermeister werden nicht direkt gewählt, sondern auf Basis von Koalitionen durch die Gemeindevertretung. Es kann also noch etwas dauern, bis die Namen der Bürgermeister feststehen. Schon jetzt ist klar, dass es in der Bezirksstadt Ústí nad Labem (Aussig) ein neues Oberhaupt geben wird, denn der bisherige Oberbürgermeister Petr Nedvědický (ANO) tritt nicht mehr an. Ob es auch weiterhin ein Bürgermeister von ANO sein wird, ist noch offen. Ein großes Mehrparteienbündnis macht sich Hoffnungen, die Wahl zu gewinnen. Doch Ústí gilt seit jeher als zuverlässige ANO-Bastion.
Schlagzeilen machte im Zusammenhang mit den Wahlen Staatspräsident Petr Pavel, der ursprünglich ankündigte, nicht wählen zu gehen, dies jedoch inzwischen anscheinend wieder geändert hat. Pavel ist in der nordböhmischen Gemeinde Černouček gemeldet. Allerdings lebe er seit 3,5 Jahren in Prag, und in seinem Wahlkreis werde auch kein neuer Senator gewählt. Der Präsident hält sich bis Ende nächster Woche mit Motorradfreunden in Marokko auf. Dass er nicht an den Wahlen teilnehmen kann, sei einem Planungsfehler geschuldet, der ihm leidtue. In Tschechien gibt es für die Kommunalwahl keine Möglichkeit der Briefwahl.
Die meisten Kommentatoren können diese Argumentation allerdings nicht nachvollziehen. Erstens sei es der Präsident, der den Zeitpunkt der Wahlen festlegt, und zweitens sei der Präsident Vorbild. Man könne nicht eine geringe Wahlbeteiligung beklagen und dann selbst nicht wählen gehen. Das Team des Präsidenten wollte Pavel angeblich weiter überzeugen, doch noch zu den Wahlen zurückzukehren, und letzten Meldungen zufolge scheint das Erfolg gehabt zu haben. Liveticker melden, dass er zurückgekehrt sei und heute Nachmittag bereits gewählt habe.
Ghetto-Museum in Theresienstadt wird modernisiert
Noch bis zum 2. November kann das Ghetto-Museum in Terezín (Theresienstadt) besucht werden. Dann legt das Museum eine über zweijährige Umbaupause ein. Zugleich wird die Ausstellung modernen Maßstäben angepasst. 2029 soll das Ghetto-Museum dann wiedereröffnet werden.
Dann wird das Museum durch einen Glasanbau auch ein völlig neues Aussehen erhalten. Aus einem Architekturwettbewerb, an dem sich 22 Teams beteiligten, ging das Atelier SKUPINA unter Führung der Architektin Marcela Steinbachová hervor. Sie lud auch den amerikanischen Architekten Steven Holl zur Mitarbeit ein. Holl ist in dem siegreichen Entwurf Autor des Glasturms, genannt Turm des Lichts, dessen Aussehen und Name sich an der Lebensgeschichte von Petr Ginz orientiert, der während seiner Internierung in Theresienstadt das Gemälde „Mondlandschaft“ schuf.
Neben dem Anbau und der Modernisierung des Museumsgebäudes wird bis 2029 auch die Infrastruktur für Besucher, eine völlig neue Ausstellung sowie die Umgebung des Museums neugestaltet. Bis dahin zieht das Museum in Teilen in die Magdeburger Kaserne.
Im vergangenen Jahr hatte der Gedenkkomplex, der auch das ehemalige Gestapo-Gefängnis in der Kleinen Festung umfasst, 240.000 Besucher.
Von 1940 bis 1945 verschleppten die Nationalsozialisten in das Ghetto 140.000 Menschen, vor allem Juden. 35.000 starben unter den schlechten Haftbedingungen, die meisten anderen wurden in die Vernichtungslager im heutigen Polen deportiert.
Knochenfund am Ort des Massakers
Bauarbeiter haben im tschechischen Postoloprty (Postelberg) menschliche Überreste gefunden. Die Bauarbeiten finden am Ort einer früheren Kaserne statt, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zum Schauplatz eines der größten Massaker in Europa wurde. Bis Srebrenica war es Historikern zufolge sogar das größte Massaker.
Die Kaserne war damals Stab der 1. Division der Tschechoslowakischen Armee, denen sich die Revolutionsgarden anschlossen. Sie hatten die Aufgabe, Postoloprty sowie das nahe Žatec (Saaz) und die Dörfer in der Umgebung von der deutschen Bevölkerung zu säubern. In der Kaserne wurden vor allem Männer versammelt, gefoltert und umgebracht. Quellen sprechen von nachweislich mindestens 763 Toten. Es dürften aber noch mehr sein, teilweise ist sogar von über 2.300 Toten die Rede.
Der Fund ereignete sich an der Stelle, wo sich einmal Schützengräben befanden. In die wurden viele der ohne Prozess Hingerichteten verscharrt, andere in Massengräber in der Umgebung. Anstelle der Kasernen, die 2016 abgerissen wurden, sollen Einfamilienhäuser entstehen.
Rudolfstein bleibt bis Ende Oktober geschlossen
Eine der beliebtesten Aussichten in der Böhmischen Schweiz, der Rudolfův kámen (Rudolfstein), bleibt bis Ende Oktober geschlossen. Der Nationalpark Böhmische Schweiz lässt die kleine Hütte auf dem Gipfel des Felsens sanieren. Auch der untere Teil des Aufstiegs muss erneuert werden. Die Treppen im oberen Teil des Aufstiegs waren schon vor Jahren erneuert worden.
Die beiden anderen beliebten Aussichten im Gebiet der Dittersbacher Felsen (Jetřichovické skály), der Marienfelsen (Mariina skála) und die Wilhelminenwand (Vilemínina stěna), sind weiter begehbar.
Zu viele Tote – Krematorium in Ústí bekommt dritte Anlage
Das Neue Krematorium in Ústí-Střekov (Aussig-Schreckenstein) erhält eine dritte Verbrennungsanlage. Eine entsprechende Ausschreibung veröffentlichte die Stadt. Grund sei die hohe Auslastung. Zu viele Tote, für die eine Feuerbestattung gewählt wurde, sorgten dafür, dass das Krematorium an seine Grenzen stieß. Momentan kann die Nachfrage nur durch einen früheren Arbeitsbeginn bedient werden.
Dabei hatte die Stadt bereits eine der beiden Verbrennungsanlagen erneuert. Das hatte auch den Grund, dass in der Vergangenheit schwergewichtige Tote nicht in Ústí verbrannt werden konnten. Nun wurde die Anlage für Tote bis zu 300 Kilogramm ausgelegt. Durch die neue Anlage soll nicht nur die Kapazität gesteigert, sondern auch die Abwärme besser genutzt werden.
Das Neue Krematorium in Ústí wurde 1986 gebaut. Es dient nicht nur zur Verbrennung der Toten aus der Bezirksstadt, sondern auch aus der weiteren Umgebung bis hin zu Toten aus dem Ausland.
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Prager Industriepalast wiedereröffnet
Prag hat eine bedeutende architektonische Perle zurück. Der Industriepalast auf dem Ausstellungsgelände im Stadtteil Bubeneč wurde nach einer aufwändigen Sanierung wiedereröffnet.
Ein Brand hatte am 16. Oktober 2008 den linken Flügel des Palastes zerstört. Erst Anfang 2022 begann der Wiederaufbau. Zugleich wurden der Mittelteil und der rechte Flügel saniert. Da es keine Vorlage für den linken Flügel gab, diente der Ostflügel als Vorbild, da er deckungsgleich in den genau gleichen Proportionen wie der Westflügel gebaut war. Das Gebäude zieht durch seine verglaste Fassade im Mittelteil und den Uhrturm mit Wendeltreppe und vier Ecktürmen die Blicke auf sich. Als der Palast 1891 aus Anlass der Jubiläumslandesausstellung nach Plänen von Bedřich Münzberger gebaut wurde, war es die erste Stahlkonstruktion in den Ländern der böhmischen Krone. Die damals gewagte Mischung aus Stahl und Glas war von der Weltausstellung 1889 in Paris beeinflusst.
Beim Wiederaufbau wurde der linke Flügel komplett unterkellert, wo Versorgungsleitungen und Anlagen untergebracht werden konnten, um den gesamten Bau für die Anforderungen an Brandschutz, Sicherheit und Stand der Technik zu ertüchtigen.
Der Industriepalast ist Teil des Messegeländes. Für die ersten Wochen bietet der Betreiber, die städtische Messegesellschaft, kommentierte Führungen an. Öffentlich zu besichtigen ist der Palast nur im Rahmen dieser Führungen. Sonst dient er wie vor dem Brand Messen, Kongressen, Firmenveranstaltungen oder auch Bällen.
Tschechien spendiert Tankrabatt
Seit Donnerstag gilt in Tschechien auf die Kraftstoffpreise an den Tankstellen ein staatlich gestützter Rabattpreis. Er setzt sich aus verschiedenen Elementen zusammen. Das tschechische Finanzministerium legt für jeden Tag einen maximalen Höchstpreis für Diesel und Benzin fest, der sich aus den Großhandelsindizes führender Handelsfirmen und den Börsenwerten der Plattform Platts ergibt. Dazu rechnet sie eine von ihr festgelegte maximale Einzelhandelsmarge von 2,50 Kronen je Liter (10,4 Cent) und die Umsatzsteuer. Für den 2. Oktober wurden für Benzin 45,92 Kronen (1,91 Euro) und Diesel 48,58 Kronen (2,02 Euro) festgelegt. Am 1. Geltungstag hatten die Preise in Reaktion auf die behördliche Preisdeckelung nachgegeben, allerdings bei Diesel stärker als bei Benzin. Belief sich der Unterschied bei den Dieselpreisen im Schnitt auf 13 bis 17 Cent, lag er bei Benzin nur bei 3 bis 8 Cent. Am stärksten sanken die Preise an Autobahntankstellen.
Der größere Nachlass auf Diesel hat auch mit einer weiteren Regierungsmaßnahme zu tun, die die Verbrauchssteuer auf Diesel von 9,95 Kronen je Liter auf 8,011 senkt.
Die Tankstellen hielten sich auch am 2. Oktober bei Benzin näher am Höchstpreis, während er bei Diesel stärker unterschritten wurde. So verkaufte die Tankstelle Prim in Děčín nahe Hauptbahnhof Benzin für 45,90 Kronen je Liter, also de facto zum Höchstpreis, und Diesel für 47,90 Kronen. Die Höchstpreise beziehen sich nur auf Kraftstoffe außerhalb des Premiumsegments. Die tägliche Festlegung gilt vorerst bis Ende Oktober. Die Regierung hatte auf diese Weise bereits im Frühling und im Sommer die Preise gedeckelt.
Die Regierung plant auch eine außerordentliche Besteuerung von Raffinerien rückwirkend für das vergangene sowie für dieses Jahr.
Gericht rehabilitiert Kardinal Trochta
Das Kreisgericht in Litoměřice (Leitmeritz) hat den früheren Kardinal Štěpán Trochta rehabilitiert. Dabei ging es um drei Jahre von 1950 bis 1953, als der damalige Bischof von Litoměřice von der Staatssicherheit StB in der Bischofsresidenz im Hausarrest festgehalten und im wahrsten Sinne des Wortes rund um die Uhr überwacht wurde. Die Überwachung ereignete sich sogar, wenn der Bischof schlief, heißt es.
Das Gericht beschloss die Rehabilitierung des Geistlichen auf der Basis von umfangreichen Materialien aus dem Amt für Dokumentation und Erforschung der Verbrechen des Kommunismus. Die Staatssicherheit habe intensiv und lange in die Menschenrechte eingegriffen, heißt es. Trochta war in der dreijährigen Zeit des Hausarrestes ständig von Personen umgeben, die jede auf ihre Weise Anweisungen zur Kontrolle des Bischofs hatte. „Das muss stressig und erschöpfend gewesen sein“, kommentierte der Staatsanwalt Jan Jakubec.
Der Hausarrest fiel in die Zeit der schlimmsten Verfolgungen durch das kommunistische Regime, das 1948 in der Tschechoslowakei gewaltsam die Macht übernommen hatte. Am 16. Januar 1953 wurde Trochta in seinem Hausarrest festgenommen und ins Gefängnis gebracht und infolge dessen zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. 1960 kam er durch eine Amnestie frei und wurde 1968 für seine Gefängniszeit rehabilitiert. Er durfte wieder sein Bischofsamt ausüben. Papst Paul VI. Ernannte ihn 1969 zum Kardinal. Doch nach der Niederschlagung des Prager Frühlings wurde der Druck wieder stärker. Am 6. April 1974 starb Trochta nach langen Polizeiverhören und Schikanen in Litoměřice.
Sessellift zum Mückentürmchen kommt auf Briefmarke
Dem Sessellift zum Komáří vížka (Mückentürmchen) wird die Ehre einer eigenen Briefmarke zuteil. Sie erscheint ab 14. Oktober in einer Auflage von 300.000 Stück und entspricht dem Markenwert „B“, der aktuell 31 Kronen kostet. Auf der Briefmarke, die von dem Künstler Milan Bauer gestaltet wurde, geht der Blick über einen Zweisitzer auf Sessellift und Berghotel auf dem Gipfel. Die Briefmarke erscheint aus Anlass der großen Sanierung der Seilbahn in den vergangenen Jahren. Die Tschechische Post bringt die Marke in ihrer Reihe "Technische Denkmäler" heraus. Für Sammler sicher interessant ist auch das Markenheft in einer Auflage von 10.000 Stück, wo unter anderem auch die Talstation mit dem Antriebsrad zu sehen ist.
Der Sessellift ist der längste seiner Art ohne Zwischenstation in Mitteleuropa. Er führt von Bohosudov (Mariaschein), dem Stadtteil von Krupka (Graupen) auf den Gipfel des Mückentürmchens und ist 2.348 Meter lang. Seit seiner Inbetriebnahme im Mai 1952 ist seine Technologie unverändert. Im Jahr 2013 wurde er zum kulturellen Denkmal der Tschechischen Republik erklärt.
Protest gegen Krankenhauskürzung in Rumburk
Hunderte Menschen haben am Donnerstag gegen die Schließung der Kinderabteilung im Krankenhaus Rumburk demonstriert. Außerdem ist in dem Krankenhaus auch die Intensivstation von der Schließung bedroht. Eine Petition gegen die Schließungen unterzeichneten bis Donnerstagabend mehr als 700 Menschen. Von der Schließung wären 10.000 Kinder betroffen. Die nächsten Krankenhäuser mit Kinderabteilung befinden sich in Liberec, Česká Lípa oder Děčín.
Die Teilnehmer der Demonstration beklagten auch einen intransparenten Entscheidungsprozess. Anfang August hatte die Tageszeitung Děčínský deník als erstes von der kommenden Schließung berichtet. Der bezirkliche Krankenhausverbund Krajská zdravotní, zu dem auch das Krankenhaus in Rumburk gehört, bestätigte die Information erst kürzlich bei einem Bürgermeistertreffen.
Wieder Temperaturrekord in Doksany
Der nordböhmische Ort Doksany bei Litoměřice (Leitmeritz) war am Mittwoch der zweitwärmste Ort Tschechiens. Auch in Tschechien hatte der Altweibersommer Einzug gehalten. In Doksany zeigten die Thermometer 26,1 Grad Celsius an. Damit gehörte Doksany zu den zwei Orten in Tschechien, wo die Temperatur auf über 26 Grad stieg. Der Wärmste Ort war Husinec-Řež, bei Prag mit 26,2 Grad Celsius. Weitere acht Wetterstationen überschritten die Temperatur von 25 Grad Celsius.
Doksany hatte bereits während der Hitzephase im Sommer Höchsttemperaturen gemeldet. Zum historischen Temperaturrekord reichten die Daten aber weder in Husinec-Řež, noch in Doksany. Die fielen dafür an drei Orten in Südböhmen, wo die Temperaturen für den jeweiligen Tag einen neuen Rekord darstellten.
Auch in Tschechien bleiben die sommerlichen Temperaturen noch bis mindestens Mitte der nächsten Woche erhalten.
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Nördlichster Aussichtsturm Tschechiens wird eröffnet
Auf dem Gipfel des Jitrovník (deutsch: Jüttelsberg) eröffnet am Samstag ein neuer Aussichtsturm. Der Jitrovník liegt westlich von Šluknov (Schluckenau) nahe dem Ortsteil Království (Königswalde) und gehört mit 510 Metern zu den höchsten Gipfeln der böhmisch-sächsischen Lausitz. Die 31 Meter hohe Stahlkonstruktion mit Holzverkleidung des Architekten Tomáš Beneš verspricht Fernblicke und neue Perspektiven. Denn in dieser Gegend gibt es bislang keinen vergleichbaren Aussichtsturm.
Das war vor über 120 Jahren noch anders. Damals gab es im Schluckenauer Zipfel noch mehr Türme. Auf dem Jitrovník stand bis 1903 ein Aussichtsturm vorwiegend aus Holz. Der neue Aussichtsturm ist denn auch der erste seit 1905, der im Schluckenauer Zipfel neu gebaut wurde. Der letzte Neubau war damals der Turm auf dem Berg Tanečnice (Tanzplan) bei Mikulášovice. Der Turm auf dem Jitrovník ist nun aber der nördlichste Aussichtsturm nicht nur des Schluckenauer Zipfels, sondern ganz Tschechiens.
Die Kosten für den Neubau in Höhe von 13 Millionen Kronen (540.000 Euro) wurden zum großen Teil aus EU-Mitteln gedeckt, die in einem Gemeinschaftsprojekt mit der Stadt Sohland eingeworben wurden. Der Turm befindet sich nahe der Grenze zu Sachsen und ist auf markierten Wegen auch gut von Ebersbach oder Taubenheim zu erreichen. Für die Einweihung am Samstag ist ein festliches Programm geplant.
Preis für tschechische Autobahnvignette bleibt gleich
Gute Nachricht für alle, die in Tschechien mit dem Auto unterwegs sind. Der Preis für die Autobahnvignetten wird zu Beginn des nächsten Jahres nicht erhöht. Das tschechische Parlament beschloss eine Änderung des Gesetzes über Landverkehrswege, das bisher eine jährliche Erhöhung ab Januar des Folgejahres vorsah. Damit bleiben die Preise auch 2027 auf dem Niveau des Vorjahres. Für die Jahresvignette werden 2.570 Kronen (107 Euro) fällig, die Monatsvignette kostet 480 Kronen (20 Euro), die Zehntagesvignette ist weiter für 300 Kronen (12,50 Euro) zu haben und für einen Tag Autobahnnutzung zahlt der Verbraucher 230 Kronen (9,60 Euro). Mit der Novelle ändert sich zugleich die Gültigkeit der Tagesvignette. Die gilt neu 24 Stunden ab Kauf und nicht mehr nur bis Mitternacht des Kauftages wie bisher.
Die Vorgängerregierung hatte einen Mechanismus eingeführt, der den Preis der Vignetten jährlich steigen ließ. Autos mit Elektroantrieb bzw. die auf Wasserstoffbasis fahren, brauchen keine Vignetten (müssen dafür aber in Tschechien registriert werden). Für Autos, die mit Erdgas oder Biomethan fahren sowie für Plug-In-Hybride, gilt ein ermäßigter Preis. Kaufen kann man die Vignette, die in Tschechien seit Jahren nur noch in digitaler Form zu haben ist zentral über die staatliche Webseite edalnice.cz.
Václav-Havel-Bibliothek erhält neuen Namen
Die Václav-Havel-Bibliothek hat sich in 1. Präsidentenbibliothek umbenannt. Damit reagierte der neue Verwaltungsrat auf die Entscheidung der Präsidentenwitwe Dagmar Havlová vom Juni, die Einwilligung zur Nutzung des Namens von Václav Havel zurückzuziehen. Havlová hatte sich zudem ganz aus der Bibliothek zurückgezogen, die sie 2004 mitgegründet hatte.
Die Bibliothek hatte fast 20 Jahre das Vermächtnis des ersten frei gewählten Präsidenten der Tschechoslowakei und Tschechiens nach der Samtenen Revolution 1989 gepflegt. Dafür wurde ein dichtes Programm gestaltet, das im Schnitt jede Woche vier Veranstaltungen hatte. In der Bibliothek kamen Zeitzeugen zu Wort genauso wie Historiker, Künstler und Politiker. Es wurden Ausstellungen initiiert, Publikationen vorgestellt und mit Schulen kooperiert.
Doch Anfang des Jahres kam es zwischen dem noch neuen Leiter Tomáš Sedláček und dem Kollegium zu einem tiefen Zerwürfnis, in dessen Folge das gesamte Team kündigte, darunter auch der langjährige Programmdirektor, Schriftsteller und Mitunterzeichner der Charta 77 Jáchym Topol. Sedláček wurde später zwar vorübergehend außer Dienst gestellt. Aber da hatten sich bereits die wichtigsten Sponsoren und in der Folge dann auch Dagmar Havlová zurückgezogen.
Die Bibliothek möchte nun mit neuem Namen und auch neuem Personal an die bisherige Arbeit anknüpfen. Unter den neuen Verwaltungsratsmitgliedern sind auch Weggefährten von Václav Havel wie der Musiker Michal Kocáb. Sedláček dagegen wurde nach nur zweijähriger Tätigkeit endgültig gekündigt.
Doch es ist die Frage, ob die Arbeit der Bibliothek wie im bisherigen Maße überhaupt möglich ist. Neue Sponsoren sind angeblich an Bord. Aber die Namensrechte sind endgültig weg. Die hat Dagmar Havlová Anfang dieser Woche an die Stadtbibliothek von Prag übergeben. Allerdings gibt es dort keine eigene Václav-Havel-Abteilung, sondern bisher nur wenige Veranstaltungen zum kommenden 90. Geburtstag des Schriftstellers und Präsidenten. Auch wie mit dem Archiv der bisherigen Václav-Havel-Bibliothek verfahren wird, bleibt unklar.
Prager Seilbahn geht nach Sanierung wieder in Betrieb
Die Prager Standseilbahn auf den Petřín-Hügel (Laurenziberg) ist nach zweijähriger Sanierungspause am Montagmorgen wieder in Betrieb gegangen. Wider Erwarten hielt sich der Ansturm auf die Bahn in Grenzen. Vermutlich lag es laut den Prager Verkehrsbetrieben an der frühen Startzeit von 7 Uhr. Die Seilbahn ist integraler Bestandteil des öffentlichen Nahverkehrs in der Hauptstadt und verkehrt täglich zwischen 7 Uhr und 22.15 Uhr immer im Abstand von 10 Minuten. Sollte die Nachfrage sprunghaft ansteigen, ist aber auch eine Verkürzung der Intervalle möglich.
In den letzten zwei Jahren wurde nicht nur die Seilbahnstrecke saniert. Der Hang musste stabilisiert werden. Es sind nun auch neue Wagen unterwegs. Entworfen hat sie die Designerin Anna Marešová, Absolventin der Universität in Ústí nad Labem (Aussig), die auch die neue Seilbahn auf den Ještěd (Jeschken) bei Liberec (Reichenberg) entworfen hat. Die neue Bahn hat größere Fensterflächen und bietet so bessere Aussichten. Außerdem bietet sie 120 Passagieren Platz. Zuvor lag das Limit bei 100 Plätzen. Gebaut wurde die Bahn von dem österreichisch-schweizerischen Konsortium Doppelmayr/Garaventa. Die Anschaffungskosten lagen bei 137,7 Millionen Kronen (5,7 Millionen Euro).
Bis August 2027 fährt die Seilbahn im Probebetrieb. So lange wird auch ein Mitarbeiter in den Kabinen anwesend sein. Die Bahn fährt zwar ferngesteuert von der oberen Station aus, aber im Falle einer Havarie oder einer Störung können die Mitarbeiter vor Ort in Abstimmung mit der Steuerzentrale das weitere Vorgehen koordinieren.
Mit der Inbetriebnahme hat sich die Einzelfahrt von 60 auf 100 Kronen verteuert. Wer das Ticket über die App der Prager Verkehrsbetriebe kauft, zahlt nur 90 Kronen. Die Bahn kann unverändert mit Netzkarten oder 24- und 72-Stunden-Tickets genutzt werden. Kinder bis 15 Jahre und Erwachsene ab 65 Jahre fahren kostenlos.
Auch Tschechien freut sich über den Vindobona
Der historische Schnellzug Vindobona hat seine erste Fahrt nach Tschechien hinter sich. Ganz ohne Zwischenfälle ging es aber nicht zu. Der Schnellverkehrstriebwagen (SVT), früher als VT 18.16 bekannt, wurde auf Umwege gezwungen. Wegen eines Kupplungsschadens kehrte der Zug nicht wie geplant über Liberec und Hrádek nad Nisou, sondern durchs Elbtal auf der rechtselbischen Strecke über Štětí, Ústí nad Labem-Střekov und Děčín zurück. Überall an der Strecke rief er großes Interesse hervor, Videos und Fotos füllen das Internet, Tagespresse und die sozialen Medien.
In Tschechien ist der Kultzug, der früher im internationalen Reiseverkehr der DDR eingesetzt und in den letzten Jahren mit viel Einsatz wieder restauriert wurde, übrigens unter einem anderen Namen bekannt. Da viele Züge und Loks in Tschechien Tiernamen tragen, überrascht der tschechische Spitzname nicht: Wegen der Frontpartie wird er Delfin genannt.
Am Montag ist in Tschechien Feiertag
Am Montag feiert Tschechien seine Staatlichkeit. Das Land erinnert damit an den Landespatron, den heiligen Wenzel. Am 28. September wurde der Heilige, dessen Reiterstatue am oberen Ende des nach ihm benannten großen Platzes steht, ermordet.
Der Feiertag gehört in Tschechien zu jenen Tagen, an dem Geschäfte geschlossen bleiben. Davon ausgenommen sind Läden mit unter 200 Quadratmeter Ladenfläche und Tankstellen. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass auch kleinere Läden geschlossen bleiben oder zumindest ihre Öffnungszeiten anpassen. In Cafés und Restaurants gelten die Sonntagsöffnungszeiten. Museen, Schlösser, Zoos und andere Freizeiteinrichtungen haben aber geöffnet.
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