Der Kleinprojektefonds wird als Projekt im Rahmen des Programms INTERREG Sachsen-Tschechien durchgeführt. Die Projektnummer ist 100686415. Die Gesamtkosten des Projektes inkl. Administration und Fördermitteln für Kleinprojekte betragen 4.848.600,- Euro. Der EU-Beitrag beträgt 3.827.880,75 Euro.
Braukultur ohne Grenzen - ein deutsch-tschechsiches Fest der Bierkultur, Begebnung und Zusammenarbeit
Projektnummer:
EEL-0596-DE-26-02-2026
Lead Partner:
Privatbrauerei Schmees-Besgen
Basteistraße 60b,
www.brauhaus-pirna.de
Projektpartner:
Okresní hospodářska komora
Myslbekova 1389/14, 405 01 Děčín 1
https://www.ohkdecin.cz/
Zeitraum:
26.02.2026 - 07.06.2026
Fördermittel:
15.517,27 € Euro
Inhalt
Projektinhalt und Ziele:
- Zeitraum der Veranstatung: Juni 2026
- Veranstaltungsort: Gelände/Außenbereich des Brauhaus Pirna in Pirna-Copitz
Im Rahmen des Projektes wird eine eintägige, deutsch-tschechische Veranstaltung zur Braukultur gut erreichbar in Pirna organisiert.
- Zielgruppe des Projektes:
Das Bierfest zielt ausdrücklich darauf ab, die Begegnung und den Austausch zwischen tschechischen und deutschen Bürgerinnen und Bürgern im Grenzraum zu fördern, zu vertiefen und eine nachhaltige interkulturelle Vernetzung aufzubauen. Das Fest bringt Menschen aus beiden Ländern zusammen und stellt die traditionelle Braukultur – ein identitätsstiftendes Element beider Regionen – in den Mittelpunkt.
- Teilnehmende Akteure:
Beteiligt sind lokale Brauereien, Vereine, Kulturinitiativen und auch handwerkliche Betriebe, die in der Brauwirtschaft und im Lebensmittelhandwerk tätig sind und benannte Brauereien. Die Einbindung dieser Akteure ermöglicht eine erweiterte Perspektive auf das Bier als verbindendes Kulturgut – von der Herstellung über die Verarbeitung bis hin zur Gestaltung kultureller Räume.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der grenzüberschreitenden Vernetzung des Handwerkssektors durch die gemeinsame Präsentation und moderierte Austauschformate. Ziel ist es, die Sichtbarkeit der Handwerkskunst zu erhöhen, grenzüberschreitende Kooperationen anzustoßen und den Nachwuchs für handwerkliche Berufe zu sensibilisieren.
Konkrete Ziele sind:
• Förderung der grenzüberschreitenden Begegnung und Verständigung zwischen Bürger:innen aus Sachsen und Tschechien
• Vermittlung gemeinsamer kultureller Traditionen – insbesondere der Brau- und Handwerkskunst
• Sichtbarmachung und Stärkung des regionalen Brauchtums als Träger von Identität und wirtschaftlicher Stabilität
• Aufbau nachhaltiger Netzwerke zwischen kleinen und mittelständischen Betrieben, Kulturakteuren und Kommunen
• Sensibilisierung für regionale Vielfalt im europäischen Kontext
• Entwicklung eines wiederkehrenden, gemeinschaftlich organisierten Begegnungsformats
Das Projekt schafft einen öffentlichen, lebendigen Raum, in dem sich Bürger:innen aus Sachsen und Tschechien auf Augenhöhe begegnen. Durch gemeinsame Aktivitäten, moderierte Gespräche, zweisprachige Informationsangebote und kulturelle Beiträge wird die Wahrnehmung des Grenzraums als gemeinsamer Lebensraum gestärkt.
Das Projekt verpflichtet sich zu einem inklusiven, diskriminierungsfreien Zugang und achtet auf die Repräsentation und Teilhabe unterschiedlicher Gruppen; insbesondere durch:
- Bei der Projektplanung sowie bei der Auswahl der teilnehmenden Akteure und der Ansprache des Publikums wird auf die aktive Einbindung verschiedener Geschlechter geachtet
- Schaffung einer inklusiven Umgebung, in der alle Menschen unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Orientierung gleichberechtigt teilnehmen, mitreden und dazugehören können.
- Veranstaltungsort wird rollstuhlgerecht gestaltet
- Materialien in einfacher Sprache / Piktogramme
- Kostenloser Eintritt
- Zweisprachige Kommunikation (Programmgestaltung, Moderation etc.) zur Vermeidung sprachlicher Barrieren
Die geplante Veranstaltung versteht sich als kulturelles Brückenprojekt. Es nutzt die verbindende Kraft der Bierkultur, um einen offenen, gemeinschaftlichen und nachhaltigen Dialog im sächsisch-tschechischen Grenzraum zu fördern. Es ist ein Beitrag zu einem Europa der Regionen, getragen von Bürger:innen – mit Respekt für Vielfalt, Geschichte und Zukunft.
Es sind bereits 20 potenzielle Anmeldungen von Brauereien aus Sachsen und Tschechien vorhanden, die regional verankert sind und grenzüberschreitend an der Veranstaltung interessiert sind. Diese Nachfrage belegt lokale Relevanz und das Potenzial einer regionalen Zusammenarbeit über die Grenze hinweg:
Lohrmanns Brauerei GmbH/Dresden
CriticalChainBrewing/Dresden
Hausbrauerei Laubegast/Dresden
Ball- und Brauhaus Watzke/Dresden
Urbanowicz Braukollektiv GbR/Dresden
Hopfenkollektiv/Dresden
Braumanufaktur Sudfrei GbR/Freital
Braumanufaktur Tobias Frenzel/Bautzen
Zippl Brauerei/Soland
Brauwerk Schleife/Schleife
Bierthelsdorfer Brauerei/Hainichen
Brauhaus Nieder Seifersdorf/Waldhufen
Sozietätsbrauerei/Altlandsberg
Glück Auf Brauerei/Gersdorf
Hofbrauerei Lohmen/Lohmen
Pivovar Monopol s.r.o./Teplice
Pivovar Ossegg/Osek
Pivovar Kocour Varnsdorf s.r.o./Varnsdorf
Pivovar Falkensteijn/Krasna Lipa
Pivovar Trilobit/Prag
Pivovar Novoborský pivovar s.r.o./Novy Bor
Pivovar Kotouc/Česká Kamenice
Ein vorläufiges Programm der Veranstaltung findne sie in der Anlage.
Aktivitäten
Grenzüberschreitende Bierkultur: Zusammenarbeit, Fachaustausch und Genuss zwischen sächsischen und tschechischen Brauereien
1. Kooperationsbörse für kleine und traditionelle Brauereibetriebe beidseits der Grenze
Im Rahmen des Projekts wird in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Dresden und der OHK Decin eine Kooperationsbörse organisiert, die gezielt kleine und traditionelle Brauereibetriebe aus Sachsen und Tschechien zusammenbringt. Ziel ist es, einen geschützten Raum für fachlichen Austausch, Vernetzung und die Anbahnung grenzüberschreitender Kooperationen zu schaffen.
Die Börse findet in Form eines moderierten Netzwerktreffens statt – ergänzt durch Vorstellung der Betriebe (z. B. in Pitch-Formaten), thementische sowie informelle Gesprächsmöglichkeiten. Der Fokus liegt auf praxisnahen Themen wie:
• Rohstoffbeschaffung und Nachhaltigkeit
• Fachkräftegewinnung und Ausbildung
• Vermarktung regionaler Produkte
• Erhalt handwerklicher Braukunst
• Erfahrungen in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit
Die Veranstaltung wird zweisprachig durchgeführt und gezielt beworben, um eine möglichst breite Beteiligung von Brauereien, Innungen, Verbänden und Kammern zu erreichen.
Ziele sind insbesondere:
• Anbahnung neuer Partnerschaften zwischen sächsischen und tschechischen Brauereien
• Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer über Grenzen hinweg
• Förderung von Innovation und Qualität im handwerklichen Brauwesen
• Langfristige Vernetzung des Braugewerbes im Grenzraum
Teilergebnisse sind:
• Teilnahme von mind. 10 Brauereien aus Sachsen und Tschechien (Auflistung im Anhang)
• Durchführung eines öffentlich moderierten Wettbewerbs mit zweisprachiger Jury-Kommunikation
Der Wettbewerb wird transparent und interaktiv gestaltet, mit Einbindung des Publikums z. B. durch Publikumspreis oder Abstimmung.
• Vergabe von 3 Preisen („Grenzraum-Bier“-Pokale)
Auszeichnung der besten Biere mit Urkunden, Pokalen und medialer Sichtbarkeit (z. B. Social Media, Pressefotos, Interviews).
• Stärkung des grenzüberschreitenden Gemeinschaftsgefühls
Der Wettbewerb schafft einen spielerischen Rahmen für Austausch, Anerkennung und gegenseitigen Respekt zwischen den Brauereien.
• Impulse für zukünftige Zusammenarbeit
Der Austausch im Rahmen des Wettbewerbs kann zur Entwicklung gemeinsamer Bierideen oder Markenprojekte anregen.
Der Wettbewerb verbindet handwerkliches Können mit kultureller Identifikation und bietet sowohl Brauereien als auch dem Publikum einen emotionalen und verbindenden Höhepunkt der Veranstaltung.
2. Öffentlichkeitswirksame Bierverkostung tschechischer und sächsischer Biere mit Vermittlung von Fachwissen durch Experten (mit Fokus auf kleine und traditionelle Betriebe)
Am Nachmittag des Veranstaltungstages findet auf einer Bühne eine moderierte Bierverkostung statt, bei der ausgewählte Biere aus Sachsen und Tschechien präsentiert werden. Diese Verkostung ist öffentlich zugänglich, niederschwellig gestaltet und wird durch Brauer:innen, Bier-Sommeliers und Fachleute aus der Braukunst begleitet. Die Veranstaltung vermittelt einer breiten Öffentlichkeit Hintergrundwissen zur Bierherstellung, zu regionalen Brautraditionen sowie zu den Besonderheiten der vorgestellten Sorten.
Die Verkostung ist eingebettet in ein kulturelles Rahmenprogramm und wird zweisprachig moderiert, um eine barrierefreie Teilnahme für Besucher:innen beider Länder zu ermöglichen. Durch Interaktion mit dem Publikum (z. B. Fragen, Abstimmungen, Diskussionen) wird das Format lebendig und dialogorientiert gestaltet. Die öffentliche Wahrnehmung des Projekts wird durch diese attraktive Hauptaktivität maßgeblich gestärkt.
Ziele sind insbesondere:
• Erhöhung der Sichtbarkeit regionaler Brauereien: Lokale Produzent:innen des Grenzraums erhalten eine Plattform zur Präsentation ihrer Produkte und ihrer Geschichte.
• Wissensvermittlung zu Brautraditionen und Herstellung: Teilnehmende gewinnen Einblicke in handwerkliche Prozesse, regionale Besonderheiten und die kulturelle Bedeutung der Biere.
• Stärkung der deutsch-tschechischen Verständigung: Die gemeinsame Verkostung bietet Anlass für Austausch und Gespräche über kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
• Öffentlichkeitswirksame Dokumentation: Die Verkostung wird medial begleitet (z. B. durch Fotos, Berichte, Social Media), um eine breite Wirkung über die Veranstaltung hinaus zu erzielen.
• Niedrigschwellige Beteiligung: Auch Besucher:innen ohne Vorkenntnisse erhalten durch die begleitende Moderation einen Zugang zum Thema – dies fördert Inklusion und Interesse an der Thematik.
3. Kulturelles Rahmenprogramm aus Tschechien und Deutschland
Begleitend zur Hauptveranstaltung wird ein vielfältiges kulturelles Rahmenprogramm gestaltet, das Beiträge aus beiden Ländern vereint. Ziel ist es, kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede sichtbar zu machen und eine einladende, lebendige Atmosphäre für alle Besucher:innen zu schaffen.
Die gegenseitige Wertschätzung steht im Vordergrund – Kultur wird als Brücke zwischen den Menschen erlebbar gemacht.
Ziele sind insbesondere:
• Sichtbarmachung kultureller Vielfalt im sächsisch-tschechischen Grenzraum
• Stärkung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Kulturbereich
• Förderung der aktiven Teilhabe von Bürger:innen beider Länder
• Schaffung einer einladenden, inklusiven Veranstaltungsatmosphäre
Teilergebnisse werden sein:
• Teilnahme von mind. 2 Kulturakteur:innen beider Länder
• Niedrigschwellige kulturelle Teilhabe
• Stärkung regionaler Identität und kulturellen Austauschs
Das kulturelle Rahmenprogramm unterstützt das zentrale Ziel des Projekts, kulturelle Brücken zu bauen und ein Gefühl der gemeinsamen Zugehörigkeit im europäischen Kontext zu fördern. Es macht das Event nicht nur informativ, sondern auch emotional und gemeinschaftlich erlebbar.
4. Moderierter Wettbewerb um das Grenzraum-Bier, mit Preisverleihung
Im Rahmen der Veranstaltung findet ein moderierter, öffentlichkeitswirksamer Wettbewerb um das „Grenzraum-Bier“ statt. Dabei präsentieren teilnehmende Brauereien aus Sachsen und Tschechien jeweils ein ausgewähltes Bier, das beispielhaft für ihre regionale Braukunst steht.
Die Öffentlichkeit fungiert als Jury und bewertet das die eingereichten Biere nach festgelegten Kriterien wie Geschmack, handwerkliche Qualität, Innovationsgrad und Bezug zur Region.
Die Bewertung und Preisverleihung erfolgt im Rahmen einer moderierten öffentlichen Veranstaltung. Die drei besten Biere werden mit symbolischen Pokalen (Gold, Silber, Bronze) ausgezeichnet. Die Verleihung wird medial begleitet und dient als emotionaler Höhepunkt der Veranstaltung.
Ziele sind u.a.:
• Würdigung der regionalen Braukunst und Förderung des fachlichen Austauschs
• Sichtbarmachung kultureller Vielfalt und handwerklicher Qualität im Grenzraum
• Stärkung der Identifikation mit der gemeinsamen Bierkultur
• Förderung der grenzüberschreitenden Vernetzung unter den Brauereien
• Einbindung des Publikums in das Veranstaltungsgeschehen
Ergebnisse, Mehrwert, Nachhaltigkeit
Ergebnisse:
Das Projekt bringt Bürger:innen, Brauereien, Handwerksbetriebe und Kulturinitiativen aus Sachsen und Tschechien in einem offenen, inklusiven Rahmen zusammen. Es schafft Raum für Begegnung, Austausch und gemeinsame Erlebnisse. Traditionen werden erlebbar gemacht und mit aktuellen Impulsen verknüpft. Neue Kontakte und grenzüberschreitende Kooperationen entstehen.
Mehrwert:
Das Projekt stärkt das Gemeinschaftsgefühl im Grenzraum und fördert die Wahrnehmung der Region als gemeinsamen Lebens- und Kulturraum. Es ermöglicht Begegnung auf Augenhöhe, überwindet sprachliche und kulturelle Barrieren und macht regionale Identität als verbindendes Element erfahrbar. Gleichzeitig rückt es das Brauchtum und Handwerk als kulturell und wirtschaftlich wichtigen Bereich in den Fokus.
Nachhaltigkeit:
Das Projekt baut nachhaltige Netzwerke zwischen Akteuren beider Länder auf und legt den Grundstein für ein wiederkehrendes, gemeinschaftlich organisiertes Veranstaltungsformat. Es setzt auf Inklusion, Barrierefreiheit und Umweltbewusstsein und stärkt so eine langfristige, solidarische Zusammenarbeit im Sinne eines vielfältigen, europäischen Miteinanders.