Euroregion Elbe/Labe

Hochkarätige Debatte zur Zukunft der Grenzregionen am 21.04.

Am Mittwoch, dem 21. April, wird eine öffentliche Online-Debatte zur Zukunft der europäischen Grenzregionen sowie der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit hochkarätigen Teilnehmer*innen stattfinden.

16.04.2021

Rund ein Drittel der EU-Bürger lebt und arbeitet in Grenzregionen. Die Grenzen wirken sich direkt und indirekt auf ihr tägliches Leben aus. Menschen, die in Grenzregionen leben, stehen häufig vor besonderen Herausforderungen, sei es in Bezug auf die Arbeitssuche, den Zugang zu Gesundheitsversorgung und anderen öffentlichen Dienstleistungen oder das tägliche Pendeln und die Überwindung von Verwaltungsproblemen. Das wirksamste Instrument zur Überwindung der Trennungswirkung von Grenzen ist nachweislich die grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

Eine europaweite Konferenz über die Zukunft Europas wird am 9. Mai in Straßburg eröffnet. Der Europäische Ausschuss der Regionen möchte eine aktive Rolle bei dieser Konferenz spielen, daher organisieren seine Mitglieder lokale Debatten in ihren Regionen. Mit dieser Debatte wollen möchte die Euroregion Neiße dazu beigetragen werden, eine Vision zu formulieren, wie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Zukunft funktionieren und welche Rolle Grenzregionen dabei spielen sollten.

Die Debatte ist öffentlich und wir freuen uns über eine breit angelegte Diskussion. Personen mit wichtigen Funktionen und langjähriger Erfahrung in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit werden sprechen:

  • Martin Půta, Präsident der Region Liberec, Präsident der Euroregion Nisa, Mitglied des Ausschusses der Regionen
  • Bernd Lange, Landrat des Landkreises Görlitz, Präsident der Euroregion Neiße, Mitglied des Ausschusses der Regionen
  • Pavel Branda, stellvertretender Bürgermeister von Rádlo, Mitglied des Ausschusses der Regionen, Vizepräsident der AEBR
  • Thomas Zenker, Bürgermeister von Zittau (noch zu bestätigen)
  • Iva Linderová, Direktorin der Bezirkshandelskammer in Jablonec nad Nisou
  • Regina Gellrich, Leiterin der Sächsischen Landesstelle für frühe nachbarsprachige Bildung
  • Hedvika Zimmermannová, Pastorin der tschechoslowakischen hussitischen Kirche, Vertreterin der Stadt Hrádek nad Nisou
  • Hynek Böhm, Assistenzprofessor, Geographisches Institut, Technische Universität Liberec
  • Blanka Konvalinová, emeritierte Direktorin der Regionalen Wissenschaftlichen Bibliothek in Liberec, Vorsitzende der EUREX-Bibliothek
  • Martín Guillermo Ramírez, Generalsekretär der AEBR (Verband der europäischen Grenzregionen)
  • Slaven Klobucar, EGTC-Überwachungsplattform, Europäisches Komitee der Regionen

Moderation: David Hamr, Tschechisches Radio Liberec

 

Termin: 21. April 2021, 14.30 bis 16.30 Uhr

 

Beteiligen auch Sie sich an der Online-Debatte unter folgendem Link:

https://euconf-eu.zoom.us/j/98598410661?pwd=aElKS1p0cnRQS0gxOGFlOVhGWWdDQT09


Themen der Diskussion:

  • Welche Bedeutung hat die grenzüberschreitende Zusammenarbeit für unsere Region?
  • Was sind die Haupthindernisse für die Entwicklung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit (rechtlich, administrativ, sprachlich, wirtschaftlich, menschlich…)? Was ist der beste Weg, um sie zu überwinden?
  • Welche Auswirkungen hatte/hat die COVID-19-Pandemie auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit? Wie sollten in Zukunft Maßnahmen ergriffen werden, um zu verhindern, dass die Zusammenarbeit so stark beeinträchtigt wird?
  • Was ist das Mindestmaß an grenzüberschreitender Zusammenarbeit, das die EU und die Mitgliedstaaten bei ähnlichen Krisen gewährleisten müssen?
  • Wie sollte grenzüberschreitende Governance in Zukunft aussehen? Sollte beispielsweise ein integriertes Raumplanungssystem funktionieren? Eine gemeinsame territoriale Entwicklungsstrategie?
  • Wie soll das Leben in Grenzregionen aussehen? Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen? Bildung? Kultur? Gesundheitspflege? Krisenmanagement?
  • Sollte eine grenzüberschreitende Identität entwickelt werden? Wie kann man sie erreichen?

 

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