Diese Gesellschaftskomödie entstand nach dem französischen Theaterstück „Kristian“. Der Hauptheld ist der Reisebüroangestellte Alois Novák, der einmal im Monat in die „große Welt“ der Bar Orient aufbricht. Dort lernt er die junge und reiche Zuzana Rendlová kennen. Diese durchschaut sein Doppelleben und bringt ihn an der Seite seiner treuen Ehefrau Mařenka zurück in die Realität.
Obwohl das Thema des Films nicht besonders originell war, machten die geschmackvolle Umsetzung und die gefühlvollen Darstellungen der beiden Hauptdarsteller Kristian zu einem Evergreen des tschechischen Films. Kristian wurde auf dem Internationalen Filmfestival in Venedig gezeigt, und Adina Mandlová und Martin Frič erhielten für ihre Rollen den Preis des Ministers für Industrie und Handel.
Der Film wurde im Frühjahr 1939 nach der Besetzung der Tschechoslowakei durch Hitlerdeutschland (also im Protektorat Böhmen und Mähren) gedreht und hatte am 8. September 1939 Premiere. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Film erneut gezeigt, allerdings wurden einige Szenen mit Adina Mandlová und Jára Kohout herausgeschnitten, die durch ihr Verhalten während der Protektoratszeit in Ungnade gefallen waren.
Text des Verleihs
Dieser Film wird im Rahmen der Reihe "Tschechischer Filmmittwoch" gezeigt, wie immer in Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
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