Ein ganz normaler Sonntag in der Familie des Taxifahrers Homolka: Erst genießt man die Natur, sucht Pilze, sonnt sich, tanzt elfengleich durch den Wald. Dann kommt es zuhause zu Streit, Opa wird eingeschlossen, ein Pärchen wird immer wieder beim Techtelmechtel gestört, die Kinder schließen sich ein, Sohnemann hat Angst vor seiner Frau, Schnitzel verbrennen, und am Ende? Auch so ein Sonntag geht einmal vorüber...
Regisseur Jaroslav Papoušek hat hier eine Satire auf das Leben der einfachen, kleinen Leute in der Tschechoslowakei geschaffen, die – obwohl erst 1969 erschienen – der Tschechoslowakischen Neuen Welle zugerechnet werden muss. In ihr werden – ähnlich den Filmen seines Freundes Miloš Forman wie "Der Feuerwehrball" oder "Schwarzer Peter" – die Menschen sehr realistisch gezeigt, ohne jede Verklärung, oft nicht vorteilhaft, aber ohne sie bösartig vorzuführen und immer mit Herz. Man wird sich in verschiedenen Aspekten vielleicht selbst wiedererkennen. Der typisch tschechische Humor kommt hier voll zum Zuge, auch wenn schwer zu definieren ist, was den so zeitlos macht. Vielleicht liegt es daran, dass mehr mit den Figuren als über sie lacht.
Der Film ist ein Kultfilm in Tschechien, aus dem es diverse Redewendungen in den normalen Sprachgebrauch geschafft haben. Es gibt noch zwei weitere Filme über die Homolkas, die wir später ebenfalls mal zeigen werden.
Da der Film so toll ist, rechnen wir mit großem Zuspruch und haben deshalb wieder zwei Vorstellungen angesetzt, eine um 18 und eine um 20 Uhr.
Dieser Film wird im Rahmen der Reihe "Tschechischer Filmmittwoch" gezeigt, wie immer in Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Wenn Sie immer rechtzeitig an den Filmmittwoch erinnert werden und auch weitere Informationen zu tschechischer Kultur in der Euroregion Elbe/Labe erhalten wollen, können Sie sich für unseren Kultur-Newsletter anmelden.



