Die im Jahre 1966 im Radio erfundene Figur des Jára Cimrman (die wir hier hoffentlich nicht näher vorstellen müssen) fand bereits kurz darauf ihren Weg ins Theater. In diesem wurden die vielfältigen Wege und Abenteuer des Helden meist in Form von Vorträgen dargestellt. Die wesentlichen Protagonisten waren dabei Ladislav Smoljak und Zdeněk Svěrák. Mit ihrer absurden und subversiven Art hatten die sozialistischen Behörden immer große Schwierigkeiten, wagten aber auch kein Verbot (bzw. hatten dafür keine konkrete Handhabe). So drangsalierten sie das Theater stattdessen mit ständigen Umzügen.
Im Film heißt die kleine Theatergruppe Divadlo starých forem (Theater der alten Form). Diese muss mal wieder umziehen, an einen neuen „Standort“ weiter entfernt von der Innenstadt und in einen ungeeigneten Saal eines Kulturhauses. Gleichzeitig wird von ihnen in wenigen Monaten die Premiere eines neuen Stückes erwartet. Wir erleben einen Blick hinter die Kulissen des Laientheaters, lernen die unterschiedlichen Persönlichkeiten und ihr Miteinander kennen und erleben die Schwierigkeiten im Umgang mit der Obrigkeit. Außer den Stücken auf der Bühne soll dabei nichts erfunden worden sein, sondern auf realen Ereignissen basieren. Dem genialen Duo Smoljak/Svěrák kommt man wahrscheinlich in keinem Film so nahe wie in diesem.
Auch wenn im Film der Name Jára Cimrman kein einziges Mal fällt, ist doch allen klar, dass er die Schwierigkeiten und Eigenheiten des gleichnamigen Theaters sehr realistisch darstellt. Dabei nehmen sich - typisch tschechisch - die handelnden Personen auch selbst auf die Schippe. Auf der Bühne sieht man Ausschnitte aus dem Repertoire des Divadlo Járy Cimrmana.
Dieser Film wird im Rahmen der Reihe "Tschechischer Filmmittwoch" gezeigt, wie immer in Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
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