Euroregion Elbe/Labe

NETUR - New Ecologically Traffic(systems) for Urban Regions

Projektnummer:

EEL-0331-CZ-16.11.2017

Spiegelprojekt:

EEL-0229-SN-15.11.2017 - NETUR - New Ecologically Traffic(systems) for Urban Regions

Lead Partner:

České vysoké učení technické v Praze
Pohraniční 1288/1, 40501 Děčín
http://www.fd.cvut.cz/o-fakulte/pracoviste-decin.html

Projektpartner:

Umweltzentrum Dresden
Schützengasse 16 - 18, 01067 Dresden
http://www.uzdresden.de

Zeitraum:

01.01.18 - 31.12.18

Fördermittel:

4797,95 Euro

Inhalt

Der Anteil des aktuell dominierenden fossil getriebenen Verkehrs nimmt tendenziell ab. Grund dafür sind z.B. die Rahmenbedingungen wie Klimaschutz oder gesetzliche Luftqualitätsparameter. Ein Bestandteil der Mobilitätsfragen ist der tendenziell wachsende Fahrradverkehr.

Verkehrssysteme sind sehr komplexe und mit anderen Bereichen der Stadtentwicklung eng verbundene Angelegenheiten. Jegliche Veränderungen/Anpassungen von Mobilitätsstrukturen sind umfassend vorzubereiten und frühzeitig mit Bürgern und weiteren Akteuren zu kommunizieren. Eine weitere Voraussetzung für erfolgreiche Entscheidungsfindung besteht in Erfassung und sachgerechten Auswertung von belastbaren Daten.

Im Bereich der Entwicklung sowie Einbindung des Fahrradverkehrs in die gesamtstädtische Entwicklung verfügt die LH DD über umfassende Erfahrungen sowie Datengrundlagen. Es ist zu betonen, es handelt sich um ein „lebendiges System“, das ständig weiterentwickelt wird, auch in Zusammenhang mit dem technologischen Fortschritt. Über analoge Erfahrungen verfügt auch die CZ-Seite. Allerdings – insbesondere in der praktischen Anwendung – im geringeren Umfang. Ziel des Projektes besteht demzufolge insbesondere im gegenseitigen Erfahrungsaustausch sowie Überprüfung der Möglichkeiten deren Umsetzung unter konkreten Bedingungen der jeweiligen Stadt.
Es finden 4 Workshops (Themen wie Fahrradverkehr und Stadtentwicklung/ und multimodale Systeme, Erfassung –und Auswertung von Radverkehrsdaten, Bürgerbeteiligung, Einbindung des Elberadwegs, Best-Practise-Beispiele u.ä.) statt: 2 x Děčín, 2 x DD Dresden. Zur Teilnahme an eingeladen werden Vertreter der Kommunalverwaltung und Vertreter der Interessensgruppen (z.B. DE-Seite: ADFC, ADAC, Fuß e.V., BVMW; CZ-Seite: KČT, DPMD, Destinationsagenturen u.ä.), Fachexperten sowie StudentInnen. An jedem Workshop werden jeweils etwa 10 CZ-und 10 DE- Teilnehmer teilnehmen.

Ergebnisse, Mehrwert, Nachhaltigkeit

Durch das Projekt erfolgt sowohl Darstellung, als auch Erfahrungsaustausch im Fahrradverkehr-Bereich. Die sowohl unterschiedlichen (wie Größe der Städte), als auch ähnlichen (wie der Elberadweg+ die Elbe als Verkehrsachsen) Ausgangsbedingungen für die Entwicklung des Fahrradverkehrs bilden gute Grundlage für gegenseitige Bereicherung. Der größte Mehrwert besteht u.E. nach in:

_Austausch von konkreten Beispielen der Umsetzung der Fahrradpolitiken
_Im Bereich der Methodologie (Datenerfassung, Datenauswertung, Definieren der verkehrspolitischen Ziele im Fahrradverkehr, Definieren der Zielgruppen, Kommunikationsmittel)
_Infoaustausch bezüglich der Anforderungen an Entwicklung sowie Anpassung der Mobilitätsstrukturen

Insbesondere die Verfahren zur Abstimmung, Erfassung sowie Verknüpfung von hochkomplexen Daten (Zusammenhänge/Abhängigkeiten den einzelnen Faktoren) sind für beiden Seiten von wichtigen Interesse, denn dank dessen können die Voraussetzungen für eine zukunftsfähige und nachhaltige Entwicklung der Verkehrssysteme einer Region verbessert werden (samt z.B. Auswirkungen auf das Preisniveau des ÖPNV u.ä.). Es handelt sich nicht nur um fahrrad-verkehrstechnische Datengrundlagen, sondern auch um die richtige Verknüpfung mit Daten zu Luftqualität, Verkehrsverhalten (Autos, Bahn, ÖPNV u.ä.), Kapazitätsmöglichkeiten der bestehenden Infrastruktur, Wettereinflüsse usw.

An den Workshop-Tischen treffen sich Teilnehmer nicht nur aus 2 Ländern, sondern auch aus unterschiedlichsten Bereichen (Stadtverwaltungen, Vereine u.ä.), die gemeinsam das Thema „Entwicklung nachhaltiger Mobilitätsstrukturen“ aktiv diskutiert werden. Dieses Thema tangiert auch weitere Bereiche des öffentlichen Lebens. Dadurch leistet das Projekt auch einen Beitrag zum Kenntnis- und Erfahrungsaustausch mit anderen Bereichen (Verkehrsinfrastruktur, Fremdenverkehr usw.) sowie zur Knüpfung von Kontakten zwischen Menschen aus unterschiedlichen Einrichtungen und Bereichen.

Beide Partner kommen zwar aus unterschiedlichen Bereichen, aber ein verfolgen gemeinsames Interesse: Weiterentwicklung des (umweltgerechten … Umweltzentrum, „smarten“ … ČVUT) nachhaltigen (Fahrrads-)Verkehrs.

Best practice

Das Projekt hat seine Erwartungen erfüllt und die Workshops haben, dank dem hohen Fachniveau und der grenzüberschreitenden Beteiligung, die Platform für künftige Zusammearbeit gebildet. Die einzelnen Teilnehmer stellen schon die Kontakte untereinander her oder zur Anführung der Presentationen und Ergebnisse auf anderen Veranstaltungen, wie zum Beispiel das Unternehmerforum der Region Ústí oder das Übergreifen in die Arbeitsgruppe SMART Region und Verkehrsausschuss der Stadt Děčín.

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