Euroregion Elbe/Labe

Kolloquium und Ausstellung zum 750 jährigen Jubiläum der Burg Pirna

Projektnummer:

EEL-0502-SN-08.11.2018

Lead Partner:

Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Schloßhof 2-4, 01796 Pirna
http://www.landratsamt-pirna.de

Projektpartner:

Státní oblastní archiv v Litoměřicích
Krajská 48/1, 41201 Litoměřice
http://www.soalitomerice.cz/

Zeitraum:

30.11.18 - 30.12.19

Fördermittel:

5.197,75 Euro

Inhalt

Das kommende Jahr steht ganz im Zeichen der Ersterwähnung der Burg Pirna vor 750 Jahren. Der Archivverbund Pirna als „Hüter“ der Geschichte des Landkreises wie auch der Stadt Pirna, möchte in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Kreisarchiv Decin die Gelegenheit nutzen, durch ein zweitägiges interdisziplinäres und überregionales Kolloquium auf die Geschichte und Entwicklung der Burg Pirna als Festung und Amtssitz in der Kulturlandschaft der sächsisch-böhmischen Schweiz aufmerksam zu machen. Dabei sollen auf dem Kolloquium historische, archäologische, kunsthistorische, denkmalpflegerische und wirtschaftliche Aspekte und Fragestellungen von deutscher wie tschechischer Seite näher in den Blick gerückt und betrachtet werden. Folgende Einrichtungen wollen sich beteiligen- das Sächs. Hauptstaatsarchiv, das Staatl. Kreisarchiv Decin, das Nationaltechn.Museum Prag , das Archiv der Karls-Universität Prag, der Nationalpark Böhmische Schweiz, die Sächs. Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, das Archiv der Stadt Usti Nad Labem , das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, das Landesamt für Archäologie, die Stiftung Sächs. Gedenkstätte Pirna- Sonnenstein, Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde, das Staatl. Kreisarchiv Kutna Hora .Verbunden werden soll das Kolloquium mit einer multimedialen Ausstellung im Lesesaal des Archivverbundes, die weitere Aspekte der geschichtlichen Entwicklung in den Blickpunkt//Fokus nimmt und die durch die interessierte Öffentlichkeit bis Ende des Jahres 2019 im Rahmen der Öffnungszeiten des Archivverbundes besichtigt werden kann. Auch die Ausstellung wird überregional in Zusammenarbeit mit den tschechischen Kollegen des Staatlichen Kreisarchivs Děčín (Bestandteil des Staatlichen Gebietsarchivs in Litoměřice) konzipiert.

Ergebnisse, Mehrwert, Nachhaltigkeit

Stadt und Burg Pirna waren im Mittelalter lange Zeit in böhmischem Besitz. Besitzer war u. a. einer der bedeutendsten mittelalterlichen Herrscher, Kaiser Karl IV. Das Kolloquium soll zum Anlass genommen werden neuere Forschungen bzw. Forschungsergebnisse zur mittelalterlichen und neuzeitlichen Geschichte der Entwicklung der Burg und Festung Pirna sowie die Beziehungen zwischen Pirna und Böhmen im Wandel der Zeit zu präsentieren. Zu diesem besonderen Anlass sollen die Beiträge der deutschen wie tschechischen Historiker und Wissenschaftler in etwa 200 Blatt umfassenden, zweisprachigen Tagungsbänden veröffentlicht werden.
(je nach Ausgestaltung Zusammenfassungen zu Themen oder Kapiteln in der anderen Landessprache und mit zweisprachigen Bildunterschriften.) Zudem soll die ebenfalls zweisprachig konzipierte Ausstellung einem breiten Publikum bis Ende des Jahres 2019 offen stehen . Wir hoffen mit diesem Kolloquium eine breite Öffentlichkeit zu erreichen, v.a. historisch Interessierte in Tschechien wie in Sachsen, Ortschronisten, Historiker , Heimatforscher
Die technischen Möglichkeiten zur Ausstellung in Decin werden geprüft.
Eine weitere Zusammenarbeit wird sich vor allen Dingen auf Grund der vorhandenen und möglichen ergänzenden Quellenlage zu verschiedenen historischen Aspekten im archivischen Bereich ergeben.

Best practice

Am 17. und 18 Mai 2019 fand im Kreistagssaal des Landratsamtes, im Schloss Sonnenstein, das Forschungskolloquium „750 Jahre Burg Pirna“ statt. An diesen Tagen hielten deutsche und tschechische Referenten Vorträge zu Themen rund um die Burg Pirna und die deutsch-tschechischen Beziehungen im Raum Pirna-Decin.
Eröffnet wurde die Veranstaltung am Freitagvormittag durch Herrn Heiko Weigel, Beigeordneter und Leiter des Geschäftsbereich 1 im Landratsamt, der stellvertretend für den Landrat und gleichzeitigen Schirmherr des Kolloquiums, Herrn Michael Geisler, anwesend war.
Danach folgten die äußerst ansprechenden Fachvorträge der Referenten. Es sprachen Herr Dr. Thomas Westphalen (Landesamt für Archäologie), Herr Dr. Mathias Kälble (Sächs. Akademie der Wissenschaften), Herr Jan Němec (Staatl. Kreisarchiv Decin), Herr Dr. Martin Wittig (Historiker), Herr Vojtěch Vaněk (Staatl. Kreisarchiv Kutna Hora), Frau Natalie Belisová (Nationalpark Böhmi-sche Schweiz) und Herr Dr. Markus Bitterlich (Festung Königstein).
Am Sonnabend referierten Herr Michael Plavec und Herr Marek Ďurčanský (Nationaltechnisches Museum Prag), Herr Dr. Frank Metasch (ISGV), Herr Dr. Boris Böhm (Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein), Frau Andrea Tonert (Sächs. Staatsarchiv), Herr Petr Karlíček (Archiv Ústí nad La-bem) und Hr. Dr. Ralf-Peter Pinkwart (Landesamt für Denkmalpflege).
Während und nach dem Kolloquium bestand die Möglichkeit die Ausstellung im Lesesaal des Archivverbundes zu besichtigen. Diese ist seit dem 20. Mai während der Öffnungszeiten des Archivverbundes, öffentlich zugänglich.
Insgesamt waren 122 Zuschauer zu Gast, die äußerst interessiert den Vorträgen der Referenten folgten und in den anschließenden Diskussionen zahlreiche Fragen stellten.

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