Euroregion Elbe/Labe

Grenzüberschreitender Skulpturensommer Pirna - Decin 2019 "Das Tier-Sinnbild des Göttlichen"

Projektnummer:

EEL-0526-SN-09.11.2018

Lead Partner:

Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna mbH
Am Markt 7,, 01796 Pirna
http://www.pirna.de/Wir_ueber_uns.4678

Projektpartner:

Zámek Děčín
Dlouha jizda 1254, 40502 Decin
http://www.zamekdecin.cz

Zeitraum:

01.12.18 - 31.10.19

Fördermittel:

4749,17 Euro

Inhalt

Der grenzüberschreitende Skulpturensommer Pirna-Dĕčín 2019 hat zum Thema "Das Tier-Sinnbild des Göttlichen". Schirmherrschaft: Sächs. Staatsministerin, Dr. Eva-Maria Stange (angefragt), Oberbürgermeister Pirna, Klaus-Peter Hanke und Oberbürgermeisterin Děčín Marie Blažková, . Förderer: Ostsächsische Sparkasse Dresden. Erstmalig findet er in deutsch-tschechischer Kuratorenschaft statt. Projektorte sind die ehemaligen Wehranlagen der Festung Sonnenstein, das Stadtmuseum Pirna und die Schlossgärten zu Dĕčín. Ziel: den grenzüberschreitenden Austausch und Verständigung mittels der skulpturalen Kunst mit neuen Impulsen anzuregen, weiter zu führen und die Städtepartnerschaft zu vertiefen. Die Prozesse und Resultate werden kontinuierlich reflektiert und die Erfahrungen aus 2017 eingearbeitet. Sie verbreitern die gemeinsame Basis für zukünftige, nachhaltige Entwicklungen. Die Bastionen bieten mit ihrer archaischen Architektur und den uralten Sandsteinwänden einen besonderen Raum für Skulptur jenseits des museal Gewohnten. Der Rosengarten in Dĕčín ist wiederum ein Kleinod barocker Gartenarchitektur, wo Skulpturen schon immer beheimatet sind. Das Projekt mit ca. 28 KünstlerInnen aus drei Ländern stellt den künstlerischen Ansatz der klassischen Moderne den Reflexionen heute lebender BildhauerInnen gegenüber. Der Skulpturensommer wird durch einen mehrsprachigen Katalog und Infomaterialien (englisch, tschechisch, deutsch) publiziert. Führungen, Performances, Konzerte, Virtual Reality und Kleinkunst umrahmen das Ausstellungsprogramm in beiden Ausstellungsorten. Zielgruppe sind interessierte BürgerInnen der Elbe-Labe-Region. Dazu kommt eine „zufällige“ Zielgruppe: Menschen, die als Besucher der Ausstellungen in Pirna und Děčín zum Teil des Projektes werden. Durch das Projekt sollen Fragen zum Verhältnis Mensch-Tier unter künstlerischen und ethischen Aspekten behandeln. Der Diskurs mit allen Schichten wird angeregt – ungeachtet von Geschlecht, Rasse oder ethnischer Herkunft. Es soll Nachdenken und Kommunikation initiiert und Mut gemacht werden, Position zu beziehen, Toleranz zu anderen Haltungen zu entwickeln und ethisch-soziale Verantwortung zu übernehmen.

Ergebnisse, Mehrwert, Nachhaltigkeit

Der grenzübergreifende Skulpturensommer Pirna-Dĕčín setzt begonnene, grenzübergreifende Aktivitäten und Projekte der Vorjahre fort. Er baut auf deren Erfahrungen auf. Im Ergebnis werden vorhandene zwischenmenschliche und künstlerische Kontakte vertieft und neue aufgebaut. Auch die Beziehungen zwischen den beteiligten Institutionen und Partner werden enger. Mit der Gewinnung einer tschechischen Ko-Kuratorin wird nachhaltig eine wesentlich stärkere Balance zwischen den Partnern und Partnerstädten erreicht.
Der Mehrwert besteht im nachhaltigen Kontakt, dem Austausch und der Kommunikation auf institutioneller, künstlerischer, vor allem aber auf bürgerschaftlicher Ebene.
Kontinuierlich gewinnt der grenzüberschreitende Skulpturensommer Pirna-Dĕčín an touristischer Relevanz. Er bewegt die Einwohner der Euroregion. Pirnas Einwohner und Besucher werden nach Dĕčín gelenkt und umgekehrt; ein Prozess, der durch das Projekt und auch in Zukunft intensiviert werden soll.
Das Projekt ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur langfristigen und nachhaltigen Verankerung im kulturellen und touristischen Gefüge der Grenzregion Elbe-Labe. Die gemeinsamen Erfahrungen werden der weiteren Entwicklung der grenzüberschreitenden Verständigung, der der interkommunalen, der breiteren Aufmerksamkeit für die Entwicklungen in grenzüberschreitenden Nachbarschaft, den partnerschaftlichen Beziehungen Pirnas und Dĕčíns und der Verbreiterung des individuellen zwischenmenschlichen Austausches in der Euroregion Elbe-Labe dienen.
Ein weiteres Ziel der kommenden Jahre sollte dann zudem eine gemeinsame Tschechisch-Deutsche Schirmherrschaft auf Landesebene sein.

Best practice

Erstmalig erfolgten für 2019 die Vorbereitung und Durchführung des Skupturensommers Pirna-Děčín in deutsch-tschechischer Kuratorenschaft. Das verstärkte die Kommunikation und den Austausch auf künstlerisch-kuratorischer Ebene. Nachdem bisher der Schwerpunkt in Pirna lag, konnte nun eine gute Balance zwischen den beiden Ausstellungen in Pirna und Decin erreicht werden. Nachdem auf deutscher Seite bereits bedeutende Leihgeber und große Museen gewonnen worden waren, konnten in 2019 bedeutende Leihgaben tschechischer Institutionen von nationalem Rang präsentiert werden. Das erhöhte Strahlkraft und Attraktivität des Skulpturensommers und führte zu verstärkter medialer Aufmerksamkeit. Dadurch - und durch die langfristige Verankerung im touristischen Kalender der Grenzregion - konnte ein erhöhtes touristisches Aufkommen verzeichnet werden. Und es intensivierte vor allem die direkten persönlichen Begegnungen. So wurden zwei Busexkursionenen von Pirna nach Decin unternommen und eine von Decin nach Pirna.

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