Euroregion Elbe/Labe

Globales Klima und lokale Ereignisse

Projektnummer:

EEL-0636-SN-06.11.2019

Spiegelprojekt:

EEL-0642-CZ-04.11.2019 - Globales Klima und lokale Ereignisse

Lead Partner:

Umweltzentrum Dresden
Schützengasse 16 - 18, 01067 Dresden
http://www.uzdresden.de

Projektpartner:

Gymnázium Teplice
Čs. dobrovolců 530/11, 41501 Teplice
http://gymtce.cz

Zeitraum:

01.01.20 - 31.12.20

Fördermittel:

456,36 Euro

Inhalt

Klimaveränderungen stehen in enger Wechselwirkung mit Komponenten anderer Systeme. Dazu gehören u.a. ozeanische Strömungssysteme, atmosphärische Windsysteme, der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre oder die Temperaturunterschiede.

Durch die derzeit bei uns spürbaren Veränderungen des Wetters ist das Thema Klimaveränderung auch in Sachsen und Böhmen sehr aktuell. Wissenschaft, Politik und Ökonomie beschäftigen sich damit und es ist auch im ganz persönlichen Umfeld angekommen. Die derzeitigen Aktionen haben dazu beigetragen, dass das Thema Klimawandel gerade unter Jugendlichen heiß diskutiert wird.

Im Fokus der Debatten steht vor allem der anthropogene Treibhauseffekt. Hauptsächlich durch die Verbrennung fossiler Energieträger und eine veränderte Landnutzung leisteten die Menschen einen starken Beitrag zur Erhöhung der Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre in den letzten 150 Jahren. Schon heute ist die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre so groß, dass zu viel Wärme gespeichert wird – mit erheblichen Folgen für das Weltklima.

Ziel des Projektangebotetes ist es, den Jugendlichen eine Orientierung im gegenwärtigen sehr vielschichtigen Diskurs zum Klimawandel zu geben. Der Bogen soll gespannt werden von der globalen Sicht bis zum ganz persönlichen Einfluss. Dieses große globale Thema mit all seinen Problemen macht an Ländergrenzen nicht halt und ist nur gemeinsam zu bewältigen. Neben dem naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlich/künstlerischem Inhalt spielt daher auch die interkulturelle Begegnung und Kommunikation eine wichtige Projektrolle. Die Projekttage werden diesbezüglich durch Sprachanimationen ergänzt.

An insgesamt 16 Projekttagen (8 in DE + 8 in CZ) werden sich die Schüler*innen in deutsch-tschechischen Gruppen aufgeteilt mit verschiedenen Komponenten der Klimaveränderungen beschäftigen und gehen der Frage nach, wie sie dadurch ganz persönlich getroffen werden und wie sie selber handeln können.
Es handelt sich um ein Spiegelprojekt. Jeder der Partner hat seinen eigenen Antrag bei der zuständigen Geschäftsstelle der Euroregion Elbe-Labe eingereicht.

Ergebnisse, Mehrwert, Nachhaltigkeit

Die Schüler beschäftigen sich mit der Vielzahl der brandaktuellen Fragen, die sich im Zusammenhang mit den Änderungen des Klimas ergeben: ist der Mensch wirklich Schuld an der Erwärmung des Weltklimas, was ist eigentlich der Treibhauseffekt, wie hängt unser lokales Wetter von globalen Wasser- und/oder Luftströmungen ab?

Gemeinsam und in kleinen gemischten Gruppen werden die Schüler selber Antworten auf diese Fragen suchen, ob in Internetrecherchen oder in vorbereiteten, bereitliegenden zweisprachigen Unterlagen sowie mittels künstlerischer Verarbeitung. Die Ergebnisse stellen sie den anderen vor und diskutieren untereinander. Diese Vorgehensweise ermöglicht es den Schülern selber die Ergebnisse, die sie gefundenden haben, zu bewerten und zu präsentieren. Das Projekt leistet damit einen Beitrag, der über die reine Wissensvermittlung hinaus geht und es den Schülern ermöglicht, diese Thematik zu hinterfragen und im besten Fall praktische Konsequenzen für ihr eigenes Handel daraus zu ziehen.

Neben der Vermittlung von Fachwissen leistet das Projekt auch einen Beitrag zur Stärkung der interkulturellen Kompetenz der Teilnehmer. Um die interkulturelle Verständigung und Kommunikation zu fördern, werden daher an jedem Projekttag Sprachanimationen durchgeführt.

Die aktive Auseinandersetzung mit dem Thema "Klima" unter den unterschiedlichsten Aspekten ist eine gute Voraussetzung für intensive deutsch-tschechische Begnungen. Das Knüpfen von Kontakten über den Tag hinaus kann durch eine intensive Zusammenarbeit bei der Lösung von Projektafgaben gefördert werden. Im Rahmen der Projekttage werden die tschechischen und deutschen Schüler gemeinsam über ein konkretes Thema aus unterschiedlichen Sichtweisen diskutieren, sich dabei Kennen lernen und außerdem jeweils viel über einen Ort in beiden Ländern erfahren.

Best practice

Die geplanten Projektinhalte konnten wir leider nicht umsetzen. Trotzdem haben uns die intensive grenzüberschreitende Kommunikation sowie die ähnlichen Schicksale gezeigt, wie wichtig und notwendig der grenzüberschreitende Austausch und gegenseitiges rechtzeitiges Informieren sind.

Die – leider – Nichtselbständigkeit der EU-Errungenschaften, wie freier Personenverkehr und offene Grenzen ohne Kontrollen wurde eindeutig gezeigt. Den Projektpartnern ist dadurch mehr klar geworden, dass der Erhalt sowie weitere Entwicklung von diesen Errungenschaften immer wieder in Frage gestellt kann und dass es konkrete negative Auswirkungen hat, im Falle unseres Projektes vor allem für junge Leute.

Umso wichtiger ist es, auch in der Zukunft grenzüberschreitende Begegnungen sowie Austausche zu unterstützen sowie neue Formate dafür zu suchen.

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