Der Kleinprojektefonds wird als Projekt im Rahmen des Programms INTERREG Sachsen-Tschechien durchgeführt. Die Projektnummer ist 100686415. Die Gesamtkosten des Projektes inkl. Administration und Fördermitteln für Kleinprojekte betragen 4.848.600,- Euro. Der EU-Beitrag beträgt 3.827.880,75 Euro.
Konferenz "Křižovatky germanistiky/ Kreuzwege der Germanistik"
Projektnummer:
EEL-0593-CZ-13-11-2025
Lead Partner:
UJEP Ústí nad Labem, Filozofická fakulta, katedra germanistiky
Pasteurova 3544/1,
www.ujep.cz
Projektpartner:
TU Dresden, Institut für Germanistik und Medienkultur
Wiener Straße 48, D-, 01219 Dresden
https://tu-dresden.de/gsw/slk/germanistik/al#intro
Zeitraum:
13.11.2025 - 31.05.2026
Fördermittel:
19.958,40 € Euro
Inhalt
Das Projekt ermöglicht dem Institut für Germanistik der Philosophischen Fakultät der Jan-Evangelista-Purkyně-Universität (FF UJEP) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Angewandte Linguistik (TU Dresden) und mit Unterstützung des Regionalmuseums in Ústí nad Labem eine internationale Konferenz zu organisieren, die vom 27. bis 30. Mai 2026 auf dem Campus der UJEP in Ústí nad Labem stattfinden wird. Die Verhandlungen werden an drei Tagen stattfinden, wobei der erste offizielle Tag der Donnerstag der 28. Mai 2026 ist.
Die regelmäßig im Auftrag des Verbandes der Germanisten der Tschechischen Republik ausgetragene Tagung ist eine Plattform, auf der Fachfragen der Germanistik diskutiert werden. Wie der Titel bereits andeutet, werden diesmal mögliche Reaktionen der Germanistik als einer traditionellen philologischen Disziplin auf die Herausforderungen einer sich globalisierenden und digitalisierenden Welt thematisiert. Gleichzeitig soll die Konferenz zum Nachdenken über die Umbrüche, Wendepunkte und produktiven Krisen anregen, die dieses Fachgebiet geprägt haben und weiterhin prägen. Die grundlegende Frage wird sein, ob und wie die Germanistik auf die Herausforderungen reagieren kann, die sich aus den gesellschaftlichen Veränderungen und neuen Technologien ergeben.
Nicht nur dieses Thema macht die Konferenz in Ústí nad Labem zu einer originellen Veranstaltung. Zum ersten Mal wird im Rahmen der regelmäßigen Treffen der Germanisten ein ausländischer Partner als Mitorganisator auftreten – die Professur für Angewandte Linguistik unter der Leitung von Prof. Dr. Simon Meier-Vieracker von der Fakultät für Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften der Technischen Universität Dresden (TU Dresden). Auch auf diese Weise möchten die Germanisten aus der Euroregio Elbe/ Labe auf die Notwendigkeit einer intensiveren Zusammenarbeit dieser beiden hier ansässigen germanistischen Einrichtungen hinweisen, deren Ziel es sein sollte, die Begegnung beider Sprachkulturen zu fördern und nicht nur Studenten, sondern auch die breite Öffentlichkeit zu weiteren Erkenntnissen zu motivieren. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Erweiterung der traditionellen Fachbereiche. Neben Linguistik, Didaktik und Literatur werden erstmals auch Fachbereiche zur Digitalisierung der Literaturkultur und schließlich auch zur Kulturwissenschaft einbezogen. In letzterer werden auch Fragen der sogenannten Germano-Bohemistik diskutiert, die den Schwerpunkt auf transkulturelle Überschneidungen und gegenseitige Kontakte zwischen dem tschechischen und deutschen Sprachraum legt. Drei Tage lang werden mehr als 70 Wissenschaftler in fünf Sektionen über Fragen diskutieren, die mit aktuellen Problemen und Herausforderungen des Fachgebiets zusammenhängen. „Vorgesehen ist eine gemeinsame Postersession von deutschen und tschechischen Studierenden“
Die Fachkonferenz wird beider Institute als moderne philologische Arbeitsstätten mit Potenzial für weitere Entwicklung und Anbindung an internationale Netzwerke vorstellen. Die Fachexkursion und die Stadtführung werden die deutsch-tschechischen Traditionen in der Euroregion Elbe/Labe thematisieren. Die Veranstaltung wird sowohl die grenzüberschreitende Zusammenarbeit sichtbar machen als auch das Interesse der Studenten wecken und so langfristig das Interesse an der Zusammenarbeit und dem Austausch zwischen tschechischen und deutschen Bildungseinrichtungen allgemein fördern.
Aktivitäten
Die Fachkonferenz befasst sich mit dem Stand der Germanistik als einem traditionellen philologischen Fachgebiet und ihren Zukunftsaussichten in Zeiten der Globalisierung und Digitalisierung. Das Thema steht auch in engem Zusammenhang mit Fragen zur Rolle der deutschen Sprache und zum gegenseitigen Kennenlernen benachbarter Kulturen im Rahmen der Euroregion Elbe/Labe.
Auf den Webseiten des Lehrstuhls für Germanistik /https://sites.google.com/view/sgcr2026/hauptseite/ wurde ein CfP veröffentlicht, derzeit läuft das Bewerbungsverfahren für Referenten aus dem akademischen Bereich. Diese werden Anfang 2026 in Fachbereiche eingeteilt – Linguistik, Didaktik, Literatur, Kulturwissenschaften und Digitalisierung der Literaturkultur. Die Einreichfrist für Referenten und Diskussionsteilnehmer endet Anfang November 2025.
Zur Zeit wurde alle Keynote-Speaker mit ihren Referaten nominiert.
Vorgesehen ist eine gemeinsame Postersession von deutschen und tschechischen Studierenden.
Rahmenprogramm im Überblick:
Die Verhandlungen werden an drei Tagen stattfinden, wobei der erste offizielle Tag Donnerstag, der 28. Mai, ist und sie am Samstag, dem 30. Mai 2026, enden werden.
Mittwoch 15:00–19:00 Uhr Anmeldung
16:00 Uhr Stadtführung und 19,00 gemeinsames Abendessen
Donnerstag:
9:00 Uhr Feierliche Eröffnung der Tagung
9:30–11:00 Uhr Keynotes der einzelnen Sektionen
Univ.-Prof. Dr. Karen Schramm: "Lesedididaktik DaF: Aktuelle Entwicklungen und neue Möglichkeiten"
doc. Dr. Miroslav Němec: "Auch ein Kreuzweg. Tschechische Germanistik als eine "traurige Wissenschaft".
11:00–12:30 Uhr Mittagessen
12:30–17:00 Uhr Vorträge und Sitzungen in den Sektionen
17:30 – 18:30 Uhr Kulturprogramm im Kaisersaal des Regionalmuseums Ústí nad Labem, fakultativ Führung durch die Ausstellung "Unsere Deutschen"
19:00 Festlicher Empfang im Regionalmuseum
Freitag:
9:00 – 10:30 Keynotes
Prof. Dr. Simon Meier-Vieracker: „Keep it short (and simple?) – Wissenschaftskommunikation im Kurzvideoformat“
doc. dr. Zdeněk Pecka: "Code und Kontext. Digitales Erzählen aus Österreich."
11:00 – 13:00 Vorträge und Sitzungen in den Sektionen
13:00 – 14:30 Mittagessen
14:30 – 17:00 Vorträge und Sitzungen in den Sektionen
17:30 Plenarsitzung des Verbandes der Germanisten der Tschechischen Republik
19:00 Abendessen
Samstag
9:00 - 14:00 Gemeinsame Fachexkursion auf den Spuren von Ulrike von Levetzow
15:00 gemeinsame Bewertung und Abschluss der Konferenz
Ergebnisse, Mehrwert, Nachhaltigkeit
Die Konferenzbeiträge werden elektronisch veröffentlicht auf den WWW-Seiten der Universität UJEP. Die veröffentlichten Beiträge können als Inspiration für weitere Bildungseinrichtungen in der Euroregion und darüber hinaus dienen.
Die Veranstaltung wird zur Vertiefung der Beziehungen zwischen den Partneruniversitäten und zu weiteren fachlichen und personellen Austauschprogrammen sowie zu einer stärkeren Vernetzung beider akademischer Einrichtungen beitragen und das gemeinsame tschechisch-deutsche Kulturerbe in der Euroregion Elbe/Labe hervorheben.
Wir erwarten eine weitere Zusammenarbeit beider Institutionen in den kommenden Jahren, einen Erfahrungsaustausch im Bereich der Lehre sowie Austauschaufenthalte von Fachpersonal und gegebenenfalls auch von Studenten.