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Tschechischer Filmmittwoch mit Jára Cimrman am 6. Mai und zwei Fernsehtipps

Am 6. Mai zeigen wir "Nejistá sezóna" beim Tschechischen Filmmittwoch – In der ARD laufen "Die Besucher" und eine Krimireihe in Prag

 

28.04.2026

Liebe Filmfreunde, 

neben dem Hinweis auf den nächsten Tschechischen Filmmittwoch haben wir heute auch noch zwei Fernsehtipps für Sie. Bitte gehen Sie damit verantwortungsvoll um und vernachlässigen Sie uns nicht deswegen das Kino.

Tschechischer Filmmittwoch am 6. Mai

aus »Nejistá sezóna« (Eine unsichere Saison)Beim Filmmittwoch am 6. Mai im Zentralkino zeigen wir »Nejistá sezóna« (Eine unsichere Saison) von 1987. Dem genialen Duo Smoljak/Svěrák kommt man vermutlich nie so nahe wie in diesem Film.

Es geht darin um ein Laientheater, welches unschwer als das Jára-Cimrman-Theater zu erkennen ist. Diesem wird von der sozialistischen Obrigkeit das Leben schwer gemacht. Zwar dürfen sie spielen, müssen aber ständig umziehen, immer weiter an die Peripherie. Das Publikum bleibt ihnen dennoch treu, aber für die Freizeit-Schauspieler wird es immer anstrengender. Zudem reden die Behörden inhaltlich ständig rein. Da bleiben auch interne Spannungen nicht aus.

Wir erleben im Film einen Blick hinter die Kulissen des berühmten und beliebten Jára-Cimrman-Theaters und Schauspieler, die im wesentlichen sich selbst spielen, z.B. Zdeněk Svěrák als recht albernen Kindskopf und Ladislav Smoljak als ernsthaften, besorgten Leiter der Truppe.

Die Vorstellung um 20 Uhr ist fast ausverkauft, aber für 18 Uhr gibt es noch einige Tickets.

Mehr zum Film und Tickets

Návštěvníci – Die Besucher

Aus "Die Besucher" (1983)Manche erinnern sich vielleicht noch an die tschechisch-westdeutsche Kultserie "Die Besucher" von 1983, die auch im DDR-Fernsehen lief, da aber unter dem Titel "Expedition Adam ’84" (der passt besser). Bei ARD plus, dem Streamingdienst der ARD, kann man diese Serie jetzt wieder sehen. Der kostet eigentlich 5 Euro im Monat, aber man kann erstmal zwei Wochen kostenlos testen.

Zu Beginn der 15-teiligen Serie wird die Erde im Jahr 2484 von einem desaströsen Meteoriteneinschlag bedroht. Die Rettung könnte eine Formel sein, die im Schulheft des (zukünftigen) Genies Adam Bernau steht, welches 1984 verbrannt ist. Also wird eine Gruppe ins Jahr 1984 geschickt, um das Heft zu besorgen. Dabei geht natürlich vieles schief, und die Verhältnisse im Jahr 1984 werden gehörig aufs Korn genommen.

Die Serie eignet sich perfekt, um ordentlich in Nostalgie zu schwelgen und die Tschechoslowakei in den 1980ern nochmal zu erleben (natürlich abzüglich der negativen Seiten, die nicht gezeigt werden). Dabei wird man auch viele beliebte, aus unterschiedlichen tschechoslowakischen Fernsehserien bekannte Gesichter wiedererkennen.

Zur Serie auf ARD plus

Sternstunde der Mörder

aus Sternstunde der MörderEine aktuelle Kurzserie in der ARD-Mediathek führt uns ganz ohne Nostalgie noch weiter in die Vergangenheit zurück, in die letzten Kriegstage im April und Mai 1945. Im besetzten Prag treibt ein Frauenmörder sein Unwesen, und ein junger tschechischer Kriminalpolizist muss gemeinsam mit einem älteren Gestapo-Mann ermitteln. Gleichzeitig rücken die Rote und die US-Armee stetig näher und die Nazis in der Stadt geraten immer mehr unter Druck. Ihre Angst vor einer Widerstandsbewegung innerhalb der Prager Polizei behindert die Ermittlungen zusätzlich. 

Eine Besonderheit der Serie ist, dass die Figuren häufig Tschechisch sprechen und dies untertitelt wurde. Das kommt im deutschen Fernsehen nicht oft vor, trägt aber enorm zur Authentizität bei. Auch die differenzierte Zeichnung der Charaktere ist für Fernsehen durchaus bemerkenswert. Die vierteilige Serie basiert auf dem gleichnamigen Roman des berühmten Pavel Kohout von 1995, übrigens seinem einzigen Krimi. Wichtiger als der Fall dürfte die Schilderung der turbulenten, oft grausamen Zeit der letzten Kriegstage sein, die in Kohouts Leben eine große Rolle gespielt hat.

Zur Serie in der ARD-Mediathek

 

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