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Passfähigkeit grenzüberschreitender Achsen in der Raumplanung in der Euroregion Elbe/Labe (2016-2018)

Eine Untersuchung von grenzüberschreitenden Achsen in der Raumplanung in der Euroregion Elbe/Labe relativierte den Eindruck mangelnder Passfähigkeit an der Grenze, der man bei Betrachtung der grafischen Darstellungen haben könnte. Dieser Eindruck entsteht vor allem aufgrund der unterschiedlichen Sichtweise auf das Instrument der definierten Achsen in der Regionalplanung.

Die Fachgruppe Raumentwicklung der Euroregion Elbe/Labe hatte 2016 ein Projekt begonnen zur Untersuchung der Passfähigkeit von grenzüberschreitenden Achsen in der Raumplanung. In der Vergangenheit war der Eindruck entstanden, dass diese definierten Achsen an der Grenze nicht zusammenpassen würden (siehe Bild oben).

Das Institut für ökologische Raumentwicklung Dresden und die Universität in Ústí nad Labem haben dazu gemeinsam eine wissenschaftliche Untersuchung durchgeführt und aus den Ergebnissen Handlungsempfehlungen abgeleitet. Sie wurden dabei von der Fachgruppe immer eng begleitet und haben mehrfach über Zwischenstände berichtet.

Es zeigte sich, dass der Eindruck, die Achsen würden an der Grenze nicht zueinander passen, vor allem in der unterschiedlichen Sichtweise auf das Instrument der definierten Achsen in der Regionalplanung beruhte. Die Planenden müssen deshalb vor allem die Sichtweise des jeweils anderen Landes kennenlernen. Zudem wurde empfohlen, eine Entwicklungsachse in und durch den Schluckenauer Zipfel ins Auge zu fassen.

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden am 27. September 2017 der Fachgruppe und diversen Gästen aus Sachsen und Tschechien vorgestellt und intensiv diskutiert. Von Seiten der Fachleute kam viel Anerkennung für die geleistete Arbeit und die Beleuchtung eines Themas, welches für die grenzübergreifende Raumplanung bisher zu wenig Beachtung fand. Seit Anfang 2018 liegen die Ergebnisse auch in schriftlicher Form in einer Broschüre vor (Download unten).

Download des Berichts