Euroregion Elbe/Labe

»Panelstory aneb Jak se rodí sídliště« (Panelstory oder Wie eine Siedlung entsteht) beim Tschechischen Filmmittwoch

01.07.2026 • 20:00 • Zentralkino Dresden

Kritische Komödie über das Leben in einer entstehenden Plattenbausiedlung

Das Leben bleibt eine Baustelle für die Mieter*innen in einer nur halbwegs fertiggestellten Prager Plattenbausiedlung. Zwischen den Häusern müssen sich junge Mütter mit ihren Kinderwagen durch Schlammmassen quälen, und auch in den Wohnungen liegt vieles im Argen: Hier bleibt ein korpulenter Mann wegen einer unbeweglichen Tür stecken, dort kommt kein Wasser aus dem Hahn, dafür aber ein Dialog aus der Nachbarwohnung durchs Rohr. Und aus dem Heizungsraum gibt es kein Entkommen, weil der Türgriff fehlt.

Einen Tag in diesem baulichen Durcheinander schildert Věra Chytilovás Spielfilm anhand der Erlebnisse einer Handvoll Menschen unterschiedlichen Alters, die sich im Chaos eines als „Gartenvorstadt“ konzipierten Dauerprovisoriums zurechtfinden müssen. Věra Chytilová, 2002: „Dabei handelt es sich nicht um eine kritische Reaktion auf das Regime, sondern vielmehr um eine Betrachtung menschlichen Verhaltens.“ Dennoch wurde ihre vergnügliche Gesellschaftssatire zwei Jahre lang zurückgehalten und in der ČSSR erst 1981 aufgeführt. 

Věra Chytilová ist eine der wenigen Frauen, die an der berühmten Tschechoslowakischen Neuen Welle in den 1960ern beteiligt waren. Ansonsten werden da vor allem Namen wie Miloš Forman, Ivan Passer, Jaroslav Papoušek oder Jiří Menzel genannt. Berühmt wurde Chytilová durch Sedmikrásky (Tausendschönchen) von 1966.

 

Dieser Film wird im Rahmen der Reihe "Tschechischer Filmmittwoch" gezeigt, wie immer in Originalfassung mit deutschen Untertiteln.

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Tschechoslowakei, 1979, 96 min, OmU

Regie: Věra Chytilová

Es spielen: Antonín Vaňha, Lukáš Bech, Eva Kačírková, Jiří Kodet, Alena Rýcová, Michal Nesvadba, Oldřich Navrátil, Miluše Šplechtová, Bronislav Poloczek

Adresse

Zentralkino Dresden
Kraftwerk Mitte 16
01067 Dresden

Anreise

Das Zentralkino befindet sich auf dem Gelände des (Kultur-) Kraftwerks Mitte (siehe Geländeplan, Nr. 16). Zugänge gibt es am Wettiner Platz, von der Könneritzstraße und von der Ehrlichstraße.

Vom "Bahnhof Mitte" directions_railwaydirections_bus sind es rund 350 m, vom "Haltepunkt Freiberger Straße" directions_railwaydirections_bus rund 500 m Fußweg bis zum Kino. An beiden Stationen halten auch diverse Straßenbahnlinien. Von der Haltestelle "Schweriner Straße" directions_railwaydirections_bus sind es 400 m.

Der große, kostenpflichtige Parkplatz zum Kraftwerk Mitte befindet sich hinter dem Bahndamm. Die Zufahrt erfolgt von der Löbtauer Straße. Vom Parkplatz gelangt man durch einen Durchgang und über die Könneritzstraße zum Kino.

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