Euroregion Elbe/Labe

»Rok ďábla« (Das Jahr des Teufels) beim Tschechischen Filmmittwoch

05.06.2024 • 20:00 • Zentralkino Dresden

Mockumentary über Musik, Alkoholismus, Erfolg, über der Liedermacher Nohavica und die Band Čechomor

»Rok ďábla« (Das Jahr des Teufels)
Karel Plíhal und Jarek Nohavica (© Česká televize)

Petr Zelenka erzählt die Geschichte von Jaromír Nohavica, Karel Plíhal und der Band Čechomor auf unkonventionelle Weise und wirft einen dokumentarischen Blick auf die Zeit, in der sich der Sänger von seiner Alkoholsucht erholte. Der Film ist angereichert mit Interviews nicht nur mit den Schauspielern, sondern auch mit anderen interessanten Personen, zu denen zweifellos der Musiker Jaz Coleman und der niederländische Dokumentarfilmer Jan Holman (Jan Prent) gehören, der Nohavica in dem Moment erwischen möchte, in dem er wieder zu trinken beginnt. Als geschickter Mystifizierer hat Zelenka in seinem Film auch Szenen mit einem surrealen, mystischen – sogar übernatürlichen – Ton.

Die Dreharbeiten zu dem Film fanden im 2001 an verschiedenen Orten des Landes statt, und das Filmteam drehte neben den Spielszenen auch Konzerte von Nohavica und Čechomor, die ein wichtiger Teil der Handlung sind. "Es ist ein Film darüber, wie man die Welt in Würde verlässt. Oder es ist ein Film über Freundschaft, oder über vier Musiker, die Zeuge eines Wunders werden. Es kann auch darum gehen, wie Menschen, denen man begegnet, das eigene Leben verändern können", so Petr Zelenka über seinen Film.

2002 gewann der Film den Hauptpreis des Filmfestivals in Karlovy Vary sowie den Filmpreis "Böhmischer Löwe" in sechs Kategorien.

 

Dieser Film wird im Rahmen der Reihe "Tschechischer Filmmittwoch" gezeigt, wie immer in Originalfassung mit deutschen Untertiteln.

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Dieser Film ist ein Mockumentary, also ein erfundener Dokumentarfilm, der umso überzeugender wirkt, als dass alle Personen wirklich existieren und einige der geschilderten Geschehnisse wirklich stattgefunden haben. Nohavica und Čechomor sind wirklich gemeinsam auf Tournee gewesen, das Konzert mit der Tschechischen Philharmonie unter Leitung von Jaz Coleman hat wirklich stattgefunden.

Jaromír Nohavica ist ein in Tschechien sehr berühmter Liedermacher, und das bereits seit den 1980ern. Auch Karel Plíhal ist als Liedermacher auf den tschechischen Bühnen erfolgreich.

Čechomor gibt es seit 1988 und hat sich ebenfalls fest im tschechischen Musikleben etabliert. Sie gehen oft mit unterschiedlichen Gastmusiker/innen auf Tour. Der Name ist eine Verkürzung des ursprünglichen Namens "I. Českomoravská nezávislá hudební společnost" (1. Böhmisch-Mährische unabhängige Musikgesellschaft). Die Band tourt heute noch und kann z.B. am 13. Juli in Děčín live erlebt werden.

CZ, 2002, 88 min, OmU

Regie: Petr Zelenka (von ihm war auch Příběhy obyčejného šílenství, unser Mittwochsfilm im Oktober 2023)

Darsteller: Jaromír Nohavica, Karel Plíhal, František Černý (Frontmann von Čechomor), Jan Prent, Jaz Coleman, Václav Glazar, Jan Tříska, Jan P. Muchow, Jan Hřebejk (bekannter Regisseur), Saša Gedeon, David Černý (berühmter Bildhauer)

Adresse

Zentralkino Dresden
Kraftwerk Mitte 16
01067 Dresden

Kontakt

Tel: +49 351 3107375
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Anreise

Das Zentralkino befindet sich auf dem Gelände des (Kultur-) Kraftwerks Mitte (siehe Geländeplan, Nr. 16). Zugänge gibt es am Wettiner Platz, von der Könneritzstraße und von der Ehrlichstraße.

Vom "Bahnhof Mitte" directions_railway directions_bus sind es rund 350 m, vom "Haltepunkt Freiberger Straße" directions_railway directions_bus rund 500 m Fußweg bis zum Kino. An beiden Stationen halten auch diverse Straßenbahnlinien. Von der Haltestelle "Schweriner Straße" directions_railway directions_bus sind es 400 m.

Der große, kostenpflichtige Parkplatz zum Kraftwerk Mitte befindet sich hinter dem Bahndamm. Die Zufahrt erfolgt von der Löbtauer Straße. Vom Parkplatz gelangt man durch einen Durchgang und über die Könneritzstraße zum Kino.

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