Euroregion Elbe/Labe

Sprache/Verständigung

Projektnummer:

EEL-0163-CZ-13.10.2016

Lead Partner:

Veřejný sál Hraničář, z.s.
Prokopa Diviše 1812/07, 40001 Ústí nad Labem
http://www.hranicar-usti.cz

Projektpartner:

Stiftung Deutsches Hygiene-Museum
Lingner Platz 1, 01069 Dresden
http://www.dhmd.de

Zeitraum:

14.10.16 - 31.05.17

Fördermittel:

11370,02 Euro

Inhalt

Ziel des Projekts mit dem Titel „Sprache/Verständigung“ ist es, eine intensivere Zusammenarbeit im Kulturbereich zwischen CZ (UL) und DE (DD) zu fördern. Die Ausstellung in UL geht von der aktuellen Ausstellung im DHMD unter dem Titel „Sprache/Die Welt der Worte, Zeichen, Gesten“ aus. Es geht aber nicht um ein Duplikat, sondern um gegenseitige Inspiration und Bereicherung. Lohnenswert werden dabei die Gegenüberstellung der Ausgestaltung des allgemeinen Themas aus DE/CZ-Perspektive und der neue, regionalspezifische Blick sein.

Das Projekt wird in Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden und dem Kultursaal Hraničář und darüber hinaus in Kooperation mit der Fakultät für Kunst und Design der Purkyně-Universität (UJEP) Ústí nad Labem vorbereitet.

Das Ausstellungskonzept geht vom Verständnis der Sprache als Änigma – als Kodierungs- und gleichzeitig Dekodierungsmechanismus – aus. Das Änigma setzt sich aus einem geheimnisvollen, sehr komplexen und ausgeklügelten Zeichensystem zusammen, das den einzelnen Künstlern als abstrakte Inspirationsquelle dient. Die Kunstprojekte betonen die individuelle Herangehensweise an das Thema der je eigenen Produktion von Sprache, deren Bedeutungen und Formen sich rasch wandeln, verloren gehen oder auf Unverständnis stoßen.

Im Rahmen des Projekts wird Folgendes umgesetzt: 1 internationale (Dauer-) Ausstellung, 4 ergänzende (Monats-) Ausstellungen und ein fachübergreifendes Rahmenprogramm aus Kultur und Gesellschaft.

Beide Partner beteiligen sich an der Konzeption für die Ausstellung/en und das Rahmenprogramm und kümmern sich gemeinsam um die Öffentlichkeitsarbeit auf beiden Seiten der Grenze. Des Weiteren beteiligt sich der deutsche Partner aktiv an den Projektveranstaltungen (Debatten, Vorträgen, Themenabenden u. Ä.) und organisiert Führungen für tschechische Schulen im DHMD.

Das Projekt ist in puncto Nichtdiskriminierung und Gleichberechtigung neutral.

Zielgruppe des Projekts sind neben den Künstlern/Projektrealisatoren vor allem die Bürger/Besucher aus der grenzübergreifenden Region. Erwartet werden ca. 3650 Besucher/Teilnehmer an den Projektveranstaltungen.

Ergebnisse, Mehrwert, Nachhaltigkeit

Ergebnis des Projekts sind 1 Dauerausstellung, 4 Teilausstellungen und ein vielfältiges Rahmenprogramm, das 4 öffentliche DE-CZ Debatten zum Thema der Ausstellung/en, 2 Vorträge zum Thema der Ausstellung/en, mindestens 8 Führungen, 1 Theatervorstellung, 3 Konzerte mit Musikern aus der Region, 4 thematische Filmvorführungen, 4 Workshops, 1 Festival für Animation und Grafikdesign und 3 Projektexkursionen in Ústí nad Labem und Dresden umfasst. Außerdem finden 2 Führungen plus Debatte für tschechische Schulen im DHMD statt, 1–2 Führungen mit Debatte für deutsche Schulen in UL, 2 Führungen in DD für die tschechische Öffentlichkeit und 1 Führung in UL für die deutsche Öffentlichkeit.

Sinn des Rahmenprogramms ist es, das Thema der Ausstellung/en aus einer möglichst vielen Blickwinkeln zu betrachten. Darüber hinaus wird beim Rahmenprogram großer Wert auf den generationsübergreifenden Erfahrungsaustausch gelegt und auch Senioren als Trägern der Tradition und Vertretern der „langsamen“ Perspektive, zu der wir zurückkehren sollten, Raum eingeräumt.

Beim Projekt handelt es sich bereits um die 2. gemeinsam konzipierte Ausstellung. Ziel der Partner ist es, diese Form der Zusammenarbeit fortzusetzen und so zur Bereicherung des kulturell-gesellschaftlichen Lebens im Grenzgebiet und zu seiner Reflexion beizutragen. Der Sinn besteht darin, eine intensivere Zusammenarbeit zwischen der DE und CZ kulturellen Sphäre, zwischen Ústí nad Labem und Dresden zu fördern und so gleichzeitig zur Propagierung der Euroregion und zur Initiierung weiterer Kooperationen beizutragen.

Das Projekt hilft darüber hinaus, negative gesellschaftliche und kulturelle Erscheinungen, die mit UL und der gesamten Region verbunden sind – eine schwache Identifikation mit der Region und mangelnde Wertschätzung für sie, fehlender Regionalstolz, Apathie und Resignation –, zu durchbrechen.

Durch das Projekt kommt es also nicht nur zu einer Festigung der Zusammenarbeit zwischen den Projektpartnern, sondern auch zu einer Bereicherung des kulturell-gesellschaftlichen Lebens im gemeinsamen Grenzraum.

Best practice

Das Projekt baut auf der Zusammenarbeit der Galerie Hraničář in Ústí nad Labem mit dem Deutschen Hygiene Museum Dresden (DHMD) und weiter mit Kooperation mit Jan-Evangelista-Purkyně-Universität in Ústí nad Labem. Das Ziel des zusammenkonzipierten Ausstelungsprojekts und seines Begleitungsprogramms mit dem Namen Sprache/Wie kann man sich verstehen? war die Unterstützung einer engeren Zusammenarbeit im Kulturraum zwischen Tschechien (Ústí nad Labem) und Deutschland (Dresden).

Austellungen und Begleitungsprogramm in Tschechien wurden von 5.10.2016 bis 21.7.2017 druchgeführt, in dem gleichen Zeitraum wie die Austellung Sprache in Dresden (Deutschland). Die erste Ausstelung Jazyk (Sprache) hat den Besuchern durch eine spielerische sowie durchgedachte Form verschiedene Werkzeuge zur Entstehung und Wirkung der Wörter. Die andere Austellung Wie kann man sich verstehen? hat versucht die Kommunikationsgrenzen zu überstreiten und sich an die Fragen der Gegenwartssprache zu orientieren. Im Rahmen des Projekts entstand in den Räumlichkeiten der Galerie ein neues geteiltes Atelier, sg. MediaLab. Ein Raum, wo sich verschidene Dialogformen, Workshops, Terain-Forschungen und neue Begegnungen mit Rücksicht auf lokale Umfelt des Gebiets und in allgemeiner Frage Wie kann man sich verstehen? begegnet haben.

Die Ausstelungen wurden vom reichen Begleitungsprogramm (70 Veranstaltungen) ergänzt, was das Thema mehr erweitert hat und das Interresse an Besucheraktivität geweckt hat. Jeden Monat haben regelmäßige Führungen in der tschechischen und deutschen Sprache stattgefunden. In der Kooperation mit dem Institut der Germanistik der Philosophischen Fakultät UJEP wurde eine Serie von deutsch-tschechischen Debatten durchgeführt. (Zu den bedeutesten Gästen gehörte Dresner Slawistin Astrind Winter und sächsischer evangelischer Priester Michael Schleinitz) Weitere wichtige Veranstaltung war der Illustrations- und Comicsfestival, der interessante Illustratoren von der Universitäten in UL und Halle vorgestellt hat. Im Rahmen der Erweiterung von mehrsprachigen Veranstaltungen sind Stammtisch und Culture-Day für in UL lebende Ausländer entstanden. Die Tschechisch-deutsche Kulturfr

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