Die Wilde Klamm ist zugänglich und wird per Kahn befahren. Die Fahrt ist dabei nur von der unten Anlegestelle möglich und kehrt auch dahin zurück.
Infolge der Waldbrände im Juli 2022 kann die Edmundsklamm grundsätzlich nur von geführten Gruppen befahren werden. Aufgrund von Sicherungsarbeiten ist dies in der Saison 2026 noch nicht möglich. Nach Auskunft der Gemeinde könnte es im Mai losgehen.
Dabei gelten dann folgende Einschränkungen:
- Pro Tag dürfen nur (voraussichtlich) 300 Personen ausschließlich im Rahmen einer Führung die Klamm betreten.
- Die Boote kehren am Ende wieder um, es ist also nicht möglich, zur Wilden Klamm weiterzulaufen.
- Die Tickets dafür können ausschließlich in der Touristinformation am Gemeindeamt in Hřensko (fast an der Elbe, siehe Karte) und nur für den aktuellen Tag erworben werden. Reservierungen und Onlinekäufe sind bisher nicht möglich, man muss vor Ort erscheinen.
- Besucher mit Kinderwagen, Hunden, kleinen Kindern oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität sind von einem Besuch vorerst ausgeschlossen.
- Bei schlechtem Wetter wird die Befahrung eingestellt, das wird von Tag zu Tag entschieden.
Wenn Sie erfahren wollen, warum die Edmundsklamm weiterhin teilweise geschlossen bleibt, empfehlen wir das nebenstehende Video der Nationalparkverwaltung (mit deutschen Untertiteln) vom März 2024. Darin geht es sowohl um den Gabrielensteig zum Prebischtor als auch um die Edmundsklamm.
Die Kamenice bildet zwischen Vysoká Lípa und Hřensko zwei tiefe Schluchten, die Wilde Klamm und die Edmundsklamm. Beide können per Kahn befahren werden, wobei die Edmundsklamm als eindrucksvoller gilt. Während der Fahrt erzählen die Bootsleute launige Geschichten und deuten die Felsformationen.
Die Fahrt in der ca. 450 m langen Wilden Klamm dauert rund 25 min, die in der doppelt so langen Edmundsklamm 40 min. In beiden Klammen beginnt die Fahrt an der jeweiligen unteren Anlegestelle und führt auch wieder dahin zurück.
Eine wichtige Besonderheit der Klammen ist die Vegetation: Da sich in den tiefen Schluchten kalte Luft sammelt, gedeiht hier eine Vegetation, die sonst im kälteren Klima von Bergregionen anzutreffen ist, nicht auf 200 m Höhe über dem Meeresspiegel.
Die Schluchten wurden im 19. Jahrhundert von Fürst Edmund Clary-Aldringen zugänglich gemacht, der in der Region sehr viel für die touristische Erschließung getan hat.
Gut aufbereitete Informationen zu Wegen, Buslinien, Kahnfahrten und interessanten Orten in der Gegend findet man im Faltblatt des Nationalparks (leider nur auf Tschechisch).











