Die Kamenice bildet zwischen Vysoká Lípa und Hřensko zwei tiefe Schluchten, die Wilde Klamm und die Edmundsklamm. Beide können per Kahn befahren werden, wobei die Edmundsklamm als eindrucksvoller gilt. Während der Fahrt erzählen die Bootsleute launige Geschichten und deuten die Felsformationen.
Beide Klammen sind zugänglich und werden per Kahn befahren. Die Fahrt ist dabei nur von der jeweils unteren Anlegestelle möglich und man kehrt auch dahin zurück.
Infolge der Waldbrände im Juli 2022 kann die Edmundsklamm grundsätzlich nur von geführten Gruppen befahren werden. Dabei gelten dann folgende Einschränkungen:
- Pro Tag dürfen nur 200 Personen (max. 25 pro Stunde) ausschließlich im Rahmen einer Führung die Klamm betreten. Diese starten stündlich.
- Die Boote kehren am Ende wieder um, es ist also nicht möglich, zur Wilden Klamm weiterzulaufen.
- Die Tickets dafür können am Weg zur Klamm (hinter der Brücke ca. 400m rein), aber immer nur für den aktuellen Tag erworben werden. Reservierungen und Onlinekäufe sind bisher nicht möglich, man muss vor Ort erscheinen.
- Bei schlechtem Wetter wird die Befahrung eingestellt, das wird von Tag zu Tag entschieden. Schauen Sie am Tag vorher auf Facebook oder Instagram nach. Die Website ist nicht so aktuell.
Die Fahrt in der ca. 450 m langen Wilden Klamm dauert rund 25 min, die in der doppelt so langen Edmundsklamm 40 min. In beiden Klammen beginnt die Fahrt an der jeweiligen unteren Anlegestelle und führt auch wieder dahin zurück.
Eine wichtige Besonderheit der Klammen ist die Vegetation: Da sich in den tiefen Schluchten kalte Luft sammelt, gedeiht hier eine Vegetation, die sonst im kälteren Klima von Bergregionen anzutreffen ist, nicht auf 200 m Höhe über dem Meeresspiegel.
Die Schluchten wurden im 19. Jahrhundert von Fürst Edmund Clary-Aldringen zugänglich gemacht, der in der Region sehr viel für die touristische Erschließung getan hat.
Gut aufbereitete Informationen zu Wegen, Buslinien, Kahnfahrten und interessanten Orten in der Gegend findet man im Faltblatt des Nationalparks (leider nur auf Tschechisch).
Wenn Sie erfahren wollen, wie es im Gebiet des Waldbrandes von 2022 knappe zwei Jahre später aussah, empfehlen wir das nebenstehende Video der Nationalparkverwaltung (mit deutschen Untertiteln) vom März 2024. Darin geht es sowohl um den Gabrielensteig zum Prebischtor als auch um die Edmundsklamm.












