Zur Pfarrkirche wurde die Schlosskapelle erst mit der Gründung der Pfarrei in Krásné Březno im Jahr 1897, als sie auch dem Heiligen Florian geweiht wurde. Die Kirche ist ein einzigartiges Denkmal der so genannten sächsischen Renaissance mit einem Rippengewölbe mit Stacheln, Rautenportalen, Fenstermaßwerk und zweigeschossigen Emporen. Bis heute ist es in diesem architektonischen Stil fast unverändert erhalten geblieben, was der Grund für seine Aufnahme in die Liste der nationalen Kulturdenkmäler im Jahr 2008 war.
Der wertvollste Teil der Ausstattung ist der Renaissance-Altar mit Alabasterreliefs aus dem Jahr 1604. Das zentrale Motiv des Altars ist die Genealogie Jesu Christi, weitere Reliefs stellen Szenen aus dem Leben Jesu dar. Ähnlich beeindruckend war die Kanzel, von der Alabasterreliefs mit Passionsszenen erhalten sind. Die Originale dieser Reliefs wurden Ende des 19. Jahrhunderts dem Stadtmuseum geschenkt, und originalgetreue Kopien sind heute in der Kirche zu sehen. Die Renaissance-Alabasterreliefs des sächsischen Bildhauers Melchior Kuntze aus Freiberg machen die St. Florianskirche zu einem bedeutenden historischen Denkmal an der Grenze zwischen Böhmen und Sachsen.
Das Kirchenschiff ist mit dem benachbarten Schloss über einen Gang verbunden, wo eine Ausstellung über historische Darstellungen der Kirche, ihre Ausstattung, Archäologie und Restaurierung gezeigt wird. Der Saal im Dachgeschoss der Kirche beherbergt die Dauerausstellung ARTE FACTA, die den Besuchern die Materialien und Elemente vorstellt, die für den Bau historischer Gebäude verwendet wurden. An die Kirche schließt sich ein kleiner Friedhof an, auf dem einige der letzten Besitzer des Schlosses aus der Familie Kolovrat-Krakovský-Novohradský begraben sind.
Regelmäßige Gottesdienste finden jeden Samstag ab 16.00 Uhr in der Kirche statt.